Félix de Mérode

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Felix de Merode

Philipp Félix Balthasar Otto Ghislain Graf von Mérode (* 13. April 1791 in Maastricht; † 7. Februar 1857 in Brüssel) war ein belgischer Politiker.

Seine Eltern waren der Graf Karl Wilhelm von Merode-Westerlo (* 16. September 1762; † 18. Februar 1830) und dessen Ehefrau Maria-Josepha d'Ongnies de Mastaing (* 20. September 1760; † 4. August 1842). Sein Vater war Bürgermeister von Brüssel zur Zeit Napoleons.

Während der belgischen Revolution (bei der ein Bruder ums Leben kam) wurde er Mitglied der vorläufigen Regierung und von katholischer Seite als Anwärter auf den Königsthron des neuen Staates ins Spiel gebracht, was er allerdings ablehnte. Stattdessen unterstützte er die Wahl des Prinzen Leopold zum neuen König. Nach der Unabhängigkeit wurde er Minister, zunächst ohne Geschäftsbereich, dann für kurze Zeit Kriegsminister und später Außen- und Finanzminister. 1839 zog er sich ins Privatleben zurück, förderte aber ab 1842 zusammen mit dem deutschen Grafen Theophil von Hompesch einen belgischen Kolonisationsversuch in Guatemala.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er heiratete die Gräfin Rosalie de Grammont (* 9. Februar 1792; † 28. September 1823). Das Paar hatte mehrere Kinder:

  • Frèdéric (1820–1874), Erzbischof
  • Werner (1816–1905)
  • Anna-Marie (1818–1904)
  • Théodoline (1817–1909)
  • Philipp (1821–1825)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Paul Roger, Biographie générale des belges morts ou vivants, S.154f (franz.)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]