Fachbereichsarbeit

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Die Fachbereichsarbeit (FBA) war eine in Österreich existierende Vorprüfung für die Schriftliche Matura. Eine Fachbereichsarbeit ersetzte eine schriftliche Klausurarbeit, sodass der Schüler inklusive der FBA nur noch 3 schriftliche und 3 mündliche Klausurarbeiten absolvieren musste. Die FBA sollte ca. 20 bis 30 Seiten umfassen und wurde als Heimarbeit geschrieben.

Die FBA wurde als vorwissenschaftliche Arbeit gesehen, bei der der Schüler zeigte, dass er selbständig ein ihm neues Thema sprachlich und inhaltlich korrekt ausarbeiten kann.

Die Festsetzung des Themas erfolgte im Einvernehmen zwischen dem Schüler und dem Fachlehrer, der als Betreuer der FBA fungierte. Nach der Themenfestlegung bedurfte es der Zustimmung des Landesschulrates. Es bestand auch die Möglichkeit der fächerübergreifenden Themenwahl, d. h. der Schüler wählt ein Thema aus zwei verschiedenen Fächern aus. Es durften nur Fächer gewählt werden, die in der letzten Schulstufe unterrichtet wurden und für die mündliche Matura als Prüfungsgebiet wählbar waren. Manche Professoren wünschten sich auch einen praktischen Teil in der FBA, d. h. der Schüler soll einen Teil seiner Arbeit selbst erforschen (mögliche praktische Arbeiten sind Interviews oder selbstgemachte Fotos).

Das Fach, in dem die FBA geschrieben wurde, war für die mündliche Reifeprüfung zu wählen, wobei sich die Prüfungszeit laut Reifeprüfungsverordnung um zehn Minuten erhöhte. Zusätzlich musste der Schüler im Rahmen der mündlichen Reifeprüfung seine Arbeit ca. 5–10 Minuten lang präsentieren. Die Fachbereichsarbeit ersetzte das Spezialgebiet der mündlichen Reifeprüfung des Faches, in dem sie geschrieben wurde.

Im Rahmen der neuen Reifeprüfung wurde die freiwillige Fachbereichsarbeit, durch eine verpflichtende Vorwissenschaftliche Arbeit für alle Schüler ersetzt.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.bmukk.gv.at/schulen/unterricht/ba/reifepruefung.xml#toc3-id8

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]