Fachjournalismus

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Fachjournalismus (auch bekannt als Fachpresse) ist eine fachlich spezialisierte Journalistentätigkeit bzw. eine Sparte der Presse, bei der der Journalist sich auf ein Fach, ein Thema oder einen Gegenstand spezialisiert. Zu den wichtigsten Fächern zählen: Auslandsberichterstattung, Bildungsjournalismus, Boulevardjournalismus, Geschichtsjournalismus, Justizberichterstattung, Katastrophenberichterstattung, Kriegsberichterstattung, Kulturjournalismus, Lokaljournalismus, Musikjournalismus, Medienjournalismus, Medizinjournalismus, Modejournalismus, Motorjournalismus, Politikjournalismus, Reisejournalismus, Sportjournalismus, Technikjournalismus, Umweltjournalismus, Verbraucherjournalismus, Wirtschaftsjournalismus und Wissenschaftsjournalismus.[1][2]

Während die übliche journalistische Ausbildung per Volontariat und Lernen in der Praxis auf Allroundfähigkeiten, Tagesaktualität und Breite statt Tiefe ausgerichtet ist, vermitteln Fachjournalisten allgemeinverständliche Erklärungen bestimmter Sachverhalte, spezialisiert auf bestimmte Themengebiete. Es geht um Expertenwissen, aufbereitet in verständlicher Form. Nach Siegfried Quandt (1995, 11) versucht Fachjournalismus „eine vernünftige mittlere Position einzunehmen: und zwar zwischen einem weitläufigen Allround-Journalismus, dem es an hinlänglichem Sachwissen mangelt, und einem engspurigen Wissenschaftsjournalismus, der Anhängsel einer akademischen Disziplin ist und sich mit weitergehenden Themen oder Publikumserwartungen schwer tut.“

Der Fachjournalismus bzw. die Arbeit der Fachpresse kann eine Meinung über technisch-wissenschaftlichen Inhalt eines Unternehmens in der Öffentlichkeit festigen und gilt somit als meinungsstiftend.[3]

Technische Redaktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein besonderer Vertreter des Fachjournalismus ist der technische Redakteur. Er schreibt heute nicht mehr allein die Bedienungsanleitungen, er ist inzwischen ein wichtiger Teil der Unternehmenskommunikation geworden, verfasst Fachartikel und Broschüren, oder stellt redaktionell aufbereitete Fachinformationen ins Internet.

Meist ist eine Fachpresse-Redaktion vielfach mit Ingenieuren, Chemikern, oder anderen qualifizierten Fachleuten besetzt, da Fachpresseartikel auf fundierten Informationen fußen müssen und die Berichterstattung auf fachliche Tiefenlotung ausgerichtet ist. Aus diesem Grund gilt Fachpressearbeit in der Öffentlichkeit für besonders glaubwürdig.[3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fachjournalismus im Fernstudium – abgerufen am 6. März 2020
  2. Florian Meißner: Kulturen der Katastrophenberichterstattung 1. Auflage. Springer VS
  3. a b Zedtwitz-Arnim, Georg-Volkmar.: Tu Gutes und rede darüber : Public Relations für d. Wirtschaft. 2. Auflage. Deutscher Instituts-Verlag, Köln 1978, ISBN 3-88054-309-7, S. 109.