Fallout (Feuerwerk)

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Fallout bei einem pyrotechnischen Feuerwerk entsteht nach dem Abbrand der Feuerwerkskörper aus den Bestandteilen, die nach oben geschossen wurden aber nicht gänzlich verbrannt sind und daher wieder zu Boden fallen.

Namensherleitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fallout stammt aus dem engl. fallout, und bedeutet Niederschlag. Der Begriff wird auch in Zusammenhang mit radioaktivem Niederschlag (radioaktivem Fallout) und dem Auswurf fester Bestandteile (Pyroklastika) bei einem Vulkanausbruch (auch Airfall genannt) verwendet.

Zusammensetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fallout bei Feuerwerken besteht aus den unverbrannten Reststoffen wie z. B. zerrissenen Papier- und Kartonschnipsel, den oftmals ganzen Holzleitstäben von Raketen, den Plastikkappen von Raketen, Reste von Zündschnüren und deren Umhüllung etc. (kalter Fallout) aber auch heiße Teile (z. B. Metalloxide, Schlacke) von pyrotechnischen Effekten, die aufgrund zu geringer Steighöhe der Feuerwerkskörper wieder zur Erde gelangen. Chemische Produkte (heiße Metalloxiden oder Schlacke), die zur Erzeugung der Licht- oder Knalleffekte eingesetzt wurden, sollten im Regelfall nicht mehr in fester Konsistenz zur Erdoberfläche zurück gelangen[1], dies kann jedoch nicht in jedem Fall ausgeschlossen werden.

Warnhinweis in Hamburg im Gängeviertel: "BRANDGEFAHR - Kein Feuerwerk im Viertel".

Der heiße Fallout von Feuerwerken hat immer wieder zu Gebäudebränden geführt (siehe z. B. 1820 eine Brücke in Lyon, die Passerelle du Palais de Justice).

Zum Fallout können auch die sogenannten Black Shell (aus dem Englischen: „schwarze Granate“) gezählt werden. Feuerwerkskörper oder Teile davon, die nach der Zündung aufgestiegen aber nicht abgebrannt sind, sondern in einem Stück wieder zu Boden fallen und noch ganz oder teilweise betriebsbereit sind (Versager).

Aufgrund der Verletzungsgefahr (z. B. Augenverletzungen oder Lackschäden an Fahrzeugen) durch herabfallende Holzleitstäbe bei Feuerwerksraketen verzichten Profifeuerwerker vielfach auf diese und verwenden beim Höhenfeuerwerk durchwegs Bomben. Luftheuler als solche sind grundsätzlich nicht mehr zugelassen.

Nur ein sehr kleiner Teil dieser Reste des Neujahrfeuerwerks 2015/2016 auf der Liegewiese der Sparrenburg in Bielefeld stammt vom Feuerwerksfallout.

Fallout-Zone[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei einem Profi-Feuerwerk ist die Fallout-Zone, wie die Abbrennzone und der Zuschauerbereich, vorab vom Feuerwerker festzulegen und abzusperren. Die Fallout-Zone und die Abbrennzone (Sicherheitsbereich) decken sich dabei räumlich meist.

Reste von Feuerwerkskörpern.

Abgrenzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Reste von Feuerwerkskörpern, die nicht mittels Treibsatz in die Höhe geschossen wurden, also Abschusskarton mit Röhren, Stoppinenabdeckungen, Schutzhüllen, Warnhinweise und Gebrauchsanleitungen etc. sind normaler Abfall und gehören nicht zum Feuerwerks-Fallout.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Merkblatt „Verwendung von Pyrotechnik bei Veranstaltungen im Freien“ (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vfdb.de der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. geht beim Fallout von Feuerwerken nur von Metalloxiden, Schlacke bzw. Ruß aus.