Falstaff

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Falstaff (Begriffsklärung) aufgeführt.
„Pippo“: Tracht worinn Hr. Schröder den Fallstaff spielt, Berlin 1780; dargestellt ist Friedrich Ludwig Schröder[1]
Eduard von Grützner: „Falstaff“, 1921

Die literarische Figur des Sir John Falstaff kam erstmals in den Stücken Heinrich IV. und Die lustigen Weiber von Windsor von William Shakespeare vor. Es handelt sich um einen wohlbeleibten, trink- und raufsüchtigen Soldaten, der in Die lustigen Weiber von Windsor als zur Selbstüberschätzung neigend und in Heinrich IV. als melancholisch dargestellt wird. Der Name Falstaff wird oft für einen dicken Angeber und Genießer verwendet.

Die Figur sollte ursprünglich Sir John Oldcastle heißen und wurde wegen der Namensgleichheit mit einem bekannten Ritter in Falstaff umbenannt. Die Figur des Falstaff war sehr beliebt und wurde von Shakespeare und auch anderen Autoren und Komponisten aufgegriffen und in eigenen Werken als komische Figur verarbeitet.

In Heinrich V. spielen Sir John Falstaff sowie seine Gefolgschaft und sein Haushalt ebenfalls eine gewichtige Rolle in der Rahmenhandlung. Wir erleben hier den in königliche Ungnade gefallenen, sterbenden Falstaff, der den Frankreichfeldzug seines Königs von 1415 nicht mehr erlebt.

Werke (Titelfigur)[Bearbeiten]

Zu weiteren Vertonungen unter anderen Titeln siehe Die lustigen Weiber von Windsor – Vertonungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Datenbank der Berkeley University
  2. http://www.lvbeethoven.com/Oeuvres/ListWoO.html