Fassbier

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Fassbier bezeichnet im Gegensatz zum Flaschen- oder Dosenbier das vom Fass (Bierfass) ausgeschenkte Bier. Im weiteren Sinne umfasst der Begriff heute auch Biere, die aus Edelstahltanks ausgeschenkt werden. Die Brauereien füllen in der Regel 30- oder 50-Liter-Fässer ab. Für den privaten Konsum gibt es aber auch kleinere Größen (Partyfässer). Bis in die 70er Jahre waren außerdem Fässer mit einem Fassungsvermögen von 100 Litern üblich. Bei Großveranstaltungen kommen gelegentlich noch 200-Liter-Fässer (s. Hirsch (Bierfass)) zum Einsatz.

Beim Ausschank wird das Bier aus den Fässern durch spezielle Zapfanlagen in Gläser oder Krüge umgefüllt. Durch die Verwendung von Kompensatorhähnen können inzwischen feinporige Schaumkronen erzielt werden, wodurch das gezapfte Bier weniger Raumtemperatur annimmt und Kohlensäure verliert. In den Zapfanlagen wird als Treibmittel unter anderem Kohlendioxid verwendet.

Beim Konzept der Bag-In-Box wird dem Bier vor dem Abfüllen die Kohlensäure entzogen und erst während des Ausschenkens mittels eines Bier-Carbonators wieder zugeführt. Ein Bier-Bag fasst 25 Liter in einem rechteckigen Karton. Entwickelt wurde dieses System von der bayerischen Regionalbrauerei Ankerbräu in Nördlingen, die Markteinführung begann im April 2007.

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