Federball

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Dieser Artikel beschreibt das Freizeitspiel. Für den Ball siehe Shuttlecock, für die Wettkampfsportart siehe Badminton, für die Zeitschrift siehe Federball (Zeitschrift).
Federball im Kupferstich van Daniel Chodowiecki, 1774
Federball in einem Buch von 1804

Als Federball wird ein Freizeitspiel bezeichnet, welches üblicherweise von zwei Spielern gespielt wird. Es bestehen einige Ähnlichkeiten zu der Wettkampfsportart Badminton.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Federball zu spielen. Meistens geht es darum, den Ball so oft wie möglich hin und her zu spielen, ohne dass er auf den Boden fällt. Andere Varianten bestehen im wettkampfähnlichen Spiel über eine Schnur oder im Treiben des Gegners. Ein festes Regelwerk existiert nicht. Ein Netz ist nicht zwingend notwendig; es wird in der Regel nicht auf durch Linien begrenztem Feld gespielt. Trotz der Windanfälligkeit wird das Spiel gern im Freien ausgeübt.

Der Ball und die Schläger entsprechen denen des Badmintons, allerdings kommt wegen des Freizeitcharakters oft wesentlich günstigeres und qualitativ schlechteres Material zum Einsatz.

Oft wird der Begriff „Federball“ auch mit dem Wettkampfsport Badminton gleichgesetzt. Historisch gewachsen ist diese Verwendung insbesondere in den neuen Bundesländern Deutschlands, da dort der verwendete, sich selbst erklärende Begriff für das wettkampfmäßig betriebene Spiel in DDR-Zeiten „Federball“ war. In Österreich wurde das Spiel Badminton Mitte der 1950er Jahre ebenfalls unter dem Namen „Federball“ eingeführt, auch der Verband wurde als „Federballverband“ gegründet.

Flugbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flugbahn eines Federballs bei verschiedenen Abschusswinkeln

Eine Besonderheit von Federball gegenüber anderen Ballspielen ist die vom Luftwiderstand geprägte Flugbahn. Einerseits verlängert dies die Flugdauer, andrerseits weicht die Flugbahn stark von der Symmetrie einer Wurfparabel ab – siehe nebenstehende Skizze für eine Anfangsgeschwindigkeit von 65 m/s.

Während ein Golfball bei einem so heftigen Abschlag etwa 200 Meter weit und auf einer fast symmetrischen Wurfparabel fliegt, fällt ein Federball am Ende seiner Flugbahn fast senkrecht zu Boden -- und zwar schon nach 10 bis 15 m. Außerdem wird die maximale Flugweite nicht bei 45° erreicht, sondern bei einem Startwinkel um 20°. Bei kleineren Anfangsgeschwindigkeiten vergrößert sich dieser Winkel und nähert sich der 45°-Parabel an.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Künstlerische Darstellungen des Federballspiels – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien