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Badmintonschläger

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Moderner Badmintonschläger aus CFK ohne Bespannung. Kopf und Schaft sind aus einem Stück gefertigt.

Ein Badmintonschläger ist das Sportgerät zum Schlagen des Federballs beim Badminton. Die wichtigsten Merkmale eines Schlägers sind:

  • Gewicht
  • Balance (Gewichtsverteilung)
  • Flexibilität im Schaft (Härte)
  • Material (Stahl, Aluminium & Carbon)

Geschichtliche Entwicklung

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Badmintonschläger 1825
Badmintonschläger im 18. Jahrhundert

Erste frühzeitliche Schläger für das Spielen von Urformen des später Badminton genannten Spiels bestanden komplett aus Holz. Später wurde der Schlägerkopf mit Leder bespannt. Im 16. Jahrhundert kannte man bei Tennisschlägern, welche eine enge Verwandtschaft zu Badmintonschlägern aufweisen, auch schon elastische Darmbesaitungen.[1] Holzschläger mit Darmbesaitungen wurden auch Ende des 19. Jahrhunderts bei den ersten offiziellen Badmintonwettkämpfen verwendet. Diese Materialkombination fand bis nach dem Zweiten Weltkrieg Verwendung. Anfang der 1960er Jahre wurden erstmals Stahlschäfte eingesetzt, Ende der 1960er Jahre folgten Schlägerköpfe aus Aluminium sowie Modelle mit Schaft und Kopf komplett aus diesem Material, wobei Schaft und Kopf durch ein T-Stück miteinander verbunden waren.[2] Derart aufgebaute Schläger wogen etwa 120 Gramm. Bei den heutigen Modellen sind Schaft und Schlägerkopf aus einem Stück gefertigt. Das Material ist Carbon mit einem bis zu 3 % hohen Anteil an Titan, Bor und/oder Kevlar, die sowohl die Festigkeit als auch das Gewicht beeinflussen. Das Gewicht der Topmodelle liegt zwischen 70 und 80 Gramm.

Die Maße eines Badmintonschlägers werden seit 1984 eindeutig in den offiziellen Spielregeln für den Badmintonsport vorgegeben. So darf der Schlägerrahmen 680 mm in der gesamten Länge und 230 mm in der gesamten Breite nicht überschreiten. Der Schläger muss frei sein von daran befestigten und vorspringenden Gegenständen. Ebenso muss er frei sein von jeder Vorrichtung, die es einem Spieler ermöglicht, die Schlägerform zu verändern. Die Besaitung des Schlägers muss eben und einheitlich sein und aus einem Muster von sich kreuzenden Saiten bestehen. Die Besaitung darf 280 mm in der gesamten Länge und 220 mm in der gesamten Breite nicht überschreiten. Die Besaitung darf jedoch bis in den Schlägerhals verlängert werden, vorausgesetzt, die zusätzliche Besaitung überschreitet nicht eine Breite von 35 mm und die Gesamtlänge der Besaitung überschreitet nicht 330 mm.[3]

Badmintonschläger aus CFK mit Bespannung

Je steifer der Rahmen, desto präziser kann man mit dem Schläger spielen. Dabei ist aber gute Schlagtechnik erforderlich, da bei ungenauem Treffen des Balles Vibrationen entstehen, die durch den steifen Rahmen geleitet werden, und vor allem in Verbindung mit einer ungünstigen Schlagtechnik zum Tennisarm führen können. Je flexibler der Rahmen, desto ungenauer ist der harte Schlag, aber desto armschonender ist der Schläger bei normalem Spiel. Ebenso ist es für Kinder, Frauen und Anfänger günstiger, einen flexibleren Rahmen zu wählen, da sonst die Schlagweite abnimmt. Fortgeschrittene Spieler haben mit Schlaghärte und -weite keine Probleme und wählen daher meist das präzisere, unflexiblere Gerät.

Oft wird ein zusätzliches Griffband montiert, um die Schwingungsübertragung auf den Schlagarm zu reduzieren und um den Griffumfang auf die eigene Handgeometrie anzupassen.

Zur Bespannung bieten die Hersteller unterschiedliche Varianten an Saiten an. Im Anfängerbereich werden Schläger hauptsächlich mit einfachen, aber günstigen Kunststoffsaiten bespannt. Fortgeschrittene und Profis verwenden mehrfach geflochtene Kunststoffsaiten (Multifilament), die bessere Ballkontrolle und längere Haltbarkeit bieten. Naturdarmsaiten werden praktisch nicht mehr verwendet. Je nach Spielertyp können Badmintonschläger unterschiedlich hart bespannt werden (Zugbelastung ca. 7–13 kg, bei professionellen Badmintonspielern bis zu 16,5 kg). Im Gegensatz zum Tennisschläger werden bei einem Badmintonschläger die Quersaiten üblicherweise um 0,5–1 kg härter bespannt als die Längssaiten. Der Durchmesser einer Saite liegt zwischen 0,6 und 0,7 mm.

Hierbei gilt auch wieder als Faustregel, dass schwächere Spieler zu einer weicheren Bespannung greifen sollten, um so den Trampolineffekt für eine höhere Schlaghärte und -weite zu nutzen. Fortgeschrittene Spieler wählen generell eine härtere Bespannung. Je härter die Bespannung, desto kleiner wird der Bereich, mit dem der Ball gut zurückgespielt werden kann (Sweet Spot), aber desto genauer kann der Ball platziert werden.

Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zwischen den Badminton-Schlägertypen ist die unterschiedliche Balance. So gibt es kopflastige, grifflastige und ausgewogene Badmintonschläger. Dies bedeutet, dass die Schlägertypen sich durch eine unterschiedliche Lage ihres Schwerpunktes unterscheiden.

Der Schwerpunkt eines Schlägers lässt sich beispielsweise bestimmen, indem man diesen auf einem ausgestreckten Finger balancieren lässt. Wenn der Schläger im Gleichgewicht ist, dann befindet sich der Schwerpunkt direkt über dem Finger.

Der Schlägertyp sagt wenig über die erreichbaren Geschwindigkeiten aus. Beispielsweise wurde der Weltrekord des schnellsten Badmintonschlages (565 km/h Ballgeschwindigkeit) mit einem grifflastigen Schläger erzielt.[4]

Kopflastige Schläger

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Von einem kopflastigen Schläger spricht man, wenn der Schwerpunkt des Schlägers sich in der Nähe des Schlägerkopfes befindet. Kopflastige Schläger eignen sich vor allem für das Offensivspiel, beispielsweise bei Schmetterbällen, da der Schlägerkopf über mehr Masse und damit über eine höhere Durchschlagskraft verfügt. Dadurch erfährt der Ball eine hohe Beschleunigung. Nachteilig ist die schlechtere Manövrierbarkeit. Fortgeschrittene Spieler und Profis können oft durch die bessere Technik mit anderen Schlägern eine genauso hohe Durchschlagskraft erzielen.

Grifflastige Schläger

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Bei grifflastigen Schlägern befindet sich der Schlägerschwerpunkt nahe dem Griff. Diese Art von Badmintonschlägern wird eher für das Defensivspiel bevorzugt, weil schnellere Bewegungen des Schlägerkopfes möglich sind und grifflastige Schläger sich dadurch einfacher handhaben lassen als kopflastige. Insbesondere Doppelspieler, die eher das Netzspiel übernehmen, wählen diese Art von Schlägern.

Ausgewogene Schläger

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Ausgewogenen Schläger sind die am meisten gespielte Art von Schlägern. Bei ihnen befindet sich der Schwerpunkt in der Mitte. Sie eignen sich aufgrund ihrer neutralen Eigenschaften am besten für Anfänger, sind aber bis zum Profi in allen Spielklassen populär.

Wiktionary: Badmintonschläger – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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  1. Geschichtliche Entwicklung der Besaitung im Tennis
  2. Geschichtliche Entwicklung der Badmintonschläger
  3. Offizielle Spielregeln, Kapitel 4: Schläger (Memento vom 29. April 2014 im Internet Archive) (PDF; 211 kB)
  4. https://www.guinnessworldrecords.de/world-records/92507-fastest-badminton-hit-male