Ferlacher Horn

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Ferlacher Horn (Gerloutz)
Ferlacher Horn von der Hollenburg aus gesehen

Ferlacher Horn von der Hollenburg aus gesehen

Höhe 1840 m ü. A.
Lage Kärnten, Österreich
Gebirge Karawanken, Karawanken und Bachergebirge
Dominanz 5,5 km → Loibler Baba
Schartenhöhe 665 m ↓ Eselsattel
Koordinaten 46° 29′ 12″ N, 14° 18′ 51″ OKoordinaten: 46° 29′ 12″ N, 14° 18′ 51″ O
Ferlacher Horn (Kärnten)
Ferlacher Horn
Gestein Wettersteinkalk
Alter des Gesteins Ladinium - Karnium

Das Ferlacher Horn (auch Gerloutz genannt, slowenisch: Grlovec) erhebt sich mit einer Höhe von 1840 m ü. A. sehr markant im Süden von Ferlach. Von Kärntens Landeshauptstadt Klagenfurt ist das Ferlacher Horn gut sichtbar. Das Ferlacher Horn ist Teil der Karawanken. Wie vielfach in diesem Gebirge ist das Ferlacher Horn im Norden durch steile Abbruchzonen gekennzeichnet, im Süden jedoch durch Wald und - nur ganz oben unterhalb des Gipfels - durch Grasbewuchs.

Das Ferlacher Horn ist Heimstätte zahlreicher Sagen - Geister, Gespenster, auch die Saligen Frauen sollen Wanderer erschrecken und in die Irre leiten. Vom Gipfel bietet sich ein herrlicher Rundblick auf die Städte Ferlach und Klagenfurt, die Drau, die sich durch das Rosental windet, sowie auf die Karawanken, insbesondere die Koschuta, die Gruppe um den Hochstuhl, sowie zum Hochobir.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name „Ferlacher Horn“ wurde 1909 vom Deutschen und Österreichischen Alpenverein als bestmögliche Verdeutschung [des slowenischen Namens], mitunter wörtlich etwas abweichend, aber dem deutschen Sprachgefühl angepaßt neben zahlreichen weiteren neuen deutschen Flurbezeichnungen für das Hochstuhl- und Koschutagebiet der Karawanken eingeführt.[1] Die slowenische Namensform Grlovec beruht auf grlo „Schlund, Kehle“ und bezieht sich auf die schroffen Nordabstürze.[2]

Aufstiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Vielzahl von Aufstiegen ist dem Wanderer gegeben. Allen gemein ist, dass sie in der Regel ungefährlich, aber recht mühsam sind. Aufgrund der niedrigen Gipfelhöhe und der starken Bewaldung ist das Ferlacher Horn auch im Winter begehbar. Es gibt keine Schutzhütten am Ferlacher Horn.

  • Von Waidisch aus: Fährt man mit dem Auto von Ferlach Richtung Zell-Pfarre, kommt man am kleinen Ort Waidisch vorbei, wo man an durch gelbe Hinweistafeln gekennzeichneten Stellen den Aufstieg beginnen kann. Dauer: ca. 3 bis 3,5 Stunden.
  • Von Ferlach/Schaida-Bauer: Dieser als Raketensteig bezeichnete Weg ist sehr steil und mühsam, es gibt aber keine ausgesetzten Stellen. Man startet direkt in Ferlach beim Gasthof Schaidabauer und erreicht nach ca. vier Stunden den Gipfel.
  • Von Zell-Winkel/Franzi-Bauer aus: Der kürzeste Anstieg vom Franzi-Bauer aus dauert nur ca. 2,5 Stunden.
  • Vom Loibltal/Gasthof Deutscher Peter (Anfahrt von Klagenfurt auf den Loiblpass): Über den Eselsattel trifft man auf den vom Franzi-Bauer kommenden Weg und erreicht nach ca. 3,5 Stunden den Gipfel.

Fotogalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ferlacher Horn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mitteilungen des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins, Band 35, München-Wien 1909, S. 111.
  2. Heinz-Dieter Pohl: Bergnamen in Österreich