Flaggschiffart

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Eine der berühmtesten Flaggschiffarten: der Große Panda

Mit Flaggschiffart (eine Übersetzung von engl. flagship species) wird im Naturschutz eine prominente, attraktive Tier- oder Pflanzenspezies bezeichnet, mit der sich eine emotionale Motivation für Natur- und Artenschutz begründen lässt. Deshalb wird oft von der charismatischen Megafauna gesprochen. Oft spielen die Flaggschiffarten keine besonders wichtige Rolle für das Ökosystem, durch den Schutz und die Förderung dieser Art profitieren aber viele weitere.[1]

Sie sind nicht zu verwechseln mit den so genannten Schlüsselarten (engl. keystone species), die der Öffentlichkeit unbekannter sind, aber einen wesentlich größeren Einfluss auf die Artenvielfalt des Ökosystems haben.[2] Auch diese Arten profitieren vom Schutz der Flaggschiffarten.

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eisvogel (Alcedo atthis)
  • Eisvogel: Der in der Bevölkerung sehr bekannte Eisvogel wird vor allem durch Eingriffe in seinen Lebensraum (Fluss- und Bachlandschaften) bedroht. Die Erhaltung naturnaher, von künstlichen Eingriffen unabhängiger Fluss- und Bachlandschaften stellt die wichtigste Maßnahme für den Schutz des Eisvogels dar, so dass er als Flaggschiffart für die weniger bekannten Arten dieses Lebensraums steht, die ebenfalls durch den Schutz profitieren.[3]
  • Großer Panda: Eines der berühmtesten Beispiele einer Flaggschiffart ist der Große Panda als Logo des WWF oder als allgemeines Symbol für den Artenschutz.
  • Wale

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Informationen zu Flaggschiffarten, Verband Deutscher Zoodirektoren e.V., archivierter Link vom 17. Januar 2018, abgerufen am 23. Juni 2020.
  2. Zeitungsartikel aus der Sueddeutschen vom 19. August 2009 (Memento des Originals vom 25. September 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sueddeutsche.de
  3. Informationen des NaBU; 2009