Florian Gschwandtner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Florian Gschwandtner

Florian Gschwandtner (* 29. Jänner 1983 in Steyr) ist ein österreichischer Unternehmer und Investor. Er ist Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens Runtastic, das im August 2015 von der adidas-Gruppe übernommen wurde.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gschwandtner wuchs gemeinsam mit einem älteren Bruder und einer jüngeren Schwester in Strengberg in Niederösterreich auf dem elterlichen Bauernhof auf. Beide Eltern sind Landwirte. Auf Wunsch seiner Eltern absolvierte er die Höhere Lehranstalt für landwirtschaftliche Berufe in Wieselburg, die er mit Matura erfolgreich beendete. Anschließend studierte er an der Fachhochschule Hagenberg mit Fokus auf “Mobile Computing” (Abschluss 2008) und “Supply Chain Management” an der FH Steyr.[2] Nach wechselnden Jobs in verschiedenen Betrieben trat Gschwandtner im Jahr 2009 seinen ersten Vollzeitjob bei der Softwarefirma NTS an, den er jedoch sehr bald wieder aufgab.

Runtastic[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2009 gründete Gschwandtner mit seinen drei Kollegen Christian Kaar, Alfred Luger und René Giretzlehner und einem weiteren Mitarbeiter das Health- und Fitnessunternehmen Runtastic. Das Projekt wurde anfangs durch die Einnahmen der Entwicklung von Apps und anderen Produkten für österreichische Telekom-Unternehmen finanziert.[3] Im August 2015 wurde Runtastic für 220 Millionen Euro von der adidas-Gruppe erworben.[4][5] Mittlerweile beschäftigt Runtastic mehr als 190 Personen an den Standorten Linz, Wien, Salzburg und San Francisco. Gschwandtner blieb auch nach der Übernahme durch Adidas CEO des Unternehmens. Den Erlös aus dem Verkauf investierte er teilweise in andere österreichische Start-up-Unternehmen.[6] Seit Oktober 2017 ist Gschwandtner als Experte im Regierungsteam tätig und gibt dort seinen Input zum Thema "Digitalisierung & Innovation" in Österreich.[7]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2013 wurde Gschwandtner von Werbeplanung.at und den Lesern von Werbeplanung.at zum Onliner des Jahres gewählt.[8] Am 13. Dezember 2015 wurde er vom Wirtschaftsmagazin Trend zum „Mann des Jahres“ gekürt.[9]

Weitere Auszeichnungen:

  • 2015: Gewinner des Medienzukunftpreises[10]
  • 2017: Platz 75 der wichtigsten Österreicher[11]
  • 2017: Oberösterreichischer Leistungspreis[12]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. adidas Gruppe erwirbt Runtastic. (adidas-group.com [abgerufen am 4. Januar 2017]).
  2. Onliner des Jahres in der Kategorie Innovator: Florian Gschwandtner | werbeplanung.at. (werbeplanung.at [abgerufen am 4. Januar 2017]).
  3. Läuft und läuft. In: Süddeutsche Zeitung, 12. Juni 2016
  4. Läuft und läuft. In: Süddeutsche Zeitung, 12. Juni 2016
  5. "Der Laufschuh der Zukunft denkt mit". In: Handelsblatt, 18. August 2015
  6. Storyclash: Runtastic-Gründer und Speedinvest steigen mit 400.000 Euro beim Social-Monitoring-Start-up ein, www.trendingtopics.at [abgerufen am 4. Januar 2017]
  7. Oberösterreichische Nachrichten: Runtastic-Gründer Gschwandtner im VP-Expertenteam. (nachrichten.at [abgerufen am 30. November 2017]).
  8. Onliner des Jahres in der Kategorie Innovator: Florian Gschwandtner | werbeplanung.at. (werbeplanung.at [abgerufen am 4. Januar 2017]).
  9. Runtastic-Gründer Florian Gschwandtner, der Mann des Jahres 2015 | trend.at. In: trend.at. 13. Dezember 2015 (trend.at [abgerufen am 4. Januar 2017]).
  10. HORIZONT:Die Gewinner des Medien-Zukunftspreises:. In: HORIZONT. Abgerufen am 5. Januar 2017.
  11. Die 200 wichtigsten Österreicher für 2017. 31. Dezember 2016 (oe24.at [abgerufen am 5. Januar 2017]).
  12. Oberösterreichische Nachrichten: "Leistungspreise" für Runtastic und Tractive. (nachrichten.at [abgerufen am 30. November 2017]).