Francisco Javier García Sanz

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Francisco Javier García Sanz (2015).

Francisco Javier García Sanz (* 6. Mai 1957 in Madrid) ist ein spanischer Automobil- und Sportmanager. Er war von 2001 bis April 2018[1] Vorstandsmitglied der Volkswagen AG für den Geschäftsbereich Beschaffung und von 2009 bis April 2018[2] Aufsichtsratsvorsitzender der VfL Wolfsburg-Fußball GmbH.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Garcia Sanz schloss seine schulische Ausbildung 1974 mit der mittleren Reife ab und absolvierte bis 1976 eine Berufsausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann bei der Rewe Handelsgesellschaft in Mainz-Hechtsheim. Anschließend besuchte er die Betriebswirtschafts-Akademie des Wiesbadener Gabler-Verlages.

1979 war er zunächst als Einkaufssachbearbeiter bei der Adam Opel AG in Rüsselsheim beschäftigt, wechselte 1980 als Einkaufskoordinator zu General Motors España und kehrte 1983 nach Rüsselsheim zurück, um dort als Gruppenleiter im Einkauf bei Opel zu arbeiten. In den Jahren 1986 bis 1992 hatte er mehrere leitende Positionen bei Opel oder General Motors inne.

Im Rahmen des Wechsels von José Ignacio López de Arriortúa zur Volkswagen AG im Jahr 1993 wechselte auch Sanz den Arbeitgeber und leitete den Bereich Electric/Electronic Procurement bei der Volkswagen AG in Wolfsburg. 1996 wurde er Mitglied des Vorstands der Marke Volkswagen Pkw, am 1. Juli 2001 der Volkswagen AG, jeweils im Geschäftsbereich Beschaffung. Des Weiteren ist er seit Juni 2007 Vorsitzender des Verwaltungsrats der SEAT, S.A. (Barcelona) und war von 2008 bis 2012 Vorsitzender des spanischen Automobilherstellerverbandes ANFAC.[3][4]

Sanz war neben der Tätigkeit im Automobilbereich seit dem 1. Juli 2004 Mitglied des Aufsichtsrats der VfL Wolfsburg-Fußball GmbH und seit dem 1. Juni 2009 dessen Vorsitzender.[5] Das Betriebswirtschaftliche Institut der Universität Stuttgart verlieh ihm 2008 die Ehrendoktorwürde.[6]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2014 musste die Volkswagen AG ein Bußgeld in Höhe von zwei Millionen Euro zahlen, weil ein Dienstleistungsvertrag mit T-Systems für die Pflege von Computersystemen erst verlängert wurde, nachdem T-Systems die Verlängerung eines Sponsoringvertrages mit dem VfL Wolfsburg angekündigt hatte. Eine Million Euro musste wegen des strafbaren Koppelgeschäfts zwischen der Volkswagen AG und dem VfL Wolfsburg gezahlt werden, und eine Million Euro, weil Garcia Sanz pflichtwidrig keine Vorkehrungen gegen solche Straftaten getroffen hatte.[7]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Automobilindustrie auf dem Weg zur globalen Netzwerkkompetenz – effiziente und flexible supply chains erfolgreich gestalten. Springer, Berlin 2007, ISBN 978-3-540-70783-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aufsichtsrat bestellt Dr. Stefan Sommer zum Konzernvorstand für Beschaffung - volkswagen-media-services.com. Abgerufen am 10. Juli 2018 (deutsch).
  2. VfL Wolfsburg-Presseservice: Neuer Aufsichtsratsvorsitzender: Frank Witter folgt auf Dr. Garcia Sanz. In: presseportal.de. (presseportal.de [abgerufen am 10. Juli 2018]).
  3. Francisco Javier Garcia Sanz (Memento des Originals vom 5. April 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.volkswagenag.com auf volkswagenag.com, abgerufen am 4. April 2013.
  4. Francisco Javier Garcia Sanz auf elpais.com, abgerufen am 28. August 2015
  5. Francisco Javier Garcia Sanz auf vfl-wolfsburg.de, abgerufen am 4. April 2013
  6. Ehrungen der Universität. auf uni-stuttgart.de, abgerufen am 4. April 2013
  7. Volkswagen muss Millionen-Bußgeld zahlen. sueddeutsche.de, 6. Oktober 2014