Franz Varelmann

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Franz Varelmann (* 3. November 1904 in Lohne; † 17. Oktober 1978 ebenda) war ein deutscher Politiker (CDU).

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte Varelmann eine Tischlerlehre. Anschließend bildete er sich mit volkswirtschaftlichen Kursen fort und arbeitete als Tischler. Er war seit 1920 in der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung aktiv, schloss sich dem Christlichen Holzarbeiterverband an und wirkte bis 1933 als Vorsitzender des Bezirkskartells der Christlichen Gewerkschaften in Vechta. Von 1929 bis 1932 war er als freier Journalist tätig, von 1932 bis 1940 arbeitete er als Angestellter und Redakteur für die Osnabrücker Volkszeitung und die Neuen Volksblätter. Von 1940 bis 1945 nahm er als Soldat am Zweiten Weltkrieg teil.

Varelmann war seit 1946 als Fürsorgesachbearbeiter bei der Kreisverwaltung in Vechta beschäftigt, nahm seine gewerkschaftliche Tätigkeit wieder auf und wurde im gleichen Jahr DGB-Vorsitzender im Kreis Vechta. Darüber hinaus war er Vorstandsmitglied der Landesversicherungsanstalt Oldenburg-Bremen und seit 1953 Vorsitzender des Verwaltungsausschusses des Arbeitsamtes Vechta.

Partei[Bearbeiten]

Varelmann war vor 1933 Mitglied der Zentrumspartei. 1945 trat er in die CDU ein. Er engagierte sich in den Sozialausschüssen der Partei, wurde 1951 zum Landesvorsitzenden der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) Oldenburg gewählt und war Mitglied des CDA-Bundesvorstandes.

Abgeordneter[Bearbeiten]

Varelmann gehörte dem Deutschen Bundestag von 1953 bis 1972 an. Er wurde stets über die Landesliste Niedersachsen ins Parlament gewählt. Der Schwerpunkt seiner politischen Arbeit war die Sozialpolitik.

Ehrungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Rudolf Vierhaus und Ludolf Herbst (Hrsg.): Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages 1949–2002. Band 2, N–Z, Saur, München 2002, ISBN 3-598-23782-0, S. 893
  • Gert Hohmann: Der Lohner Sozialpolitiker Franz Varelmann (1904 – 1978). In: Laon – Lohne 2004 (Hrsg.: Heimatverein Lohne). Lohne 2004, S. 121–124. ISBN 3-9809372-0-8