Fraundorfer Aeronautics

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Fraundorfer Aeronautics AG

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Rechtsform Aktiengesellschaft
Sitz Genderkingen, DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung Christoph Fraundorfer
Mitarbeiterzahl 10 (Stand Februar 2020)
Branche Luftfahrt
Website www.fraundorfer.aero

Die Fraundorfer Aeronautics AG ist ein Technologie- und Luftfahrtunternehmen mit Sitz im bayerischen Donauwörth-Genderkingen.[1] Es beschäftigt sich mit der Entwicklung von Spezial-Luftfahrzeugen. Der Technologie-Demonstrator „Tensor 600X“ hat nach sieben Jahren Entwicklung seinen Erstflug Anfang 2020 erfolgreich absolviert; der Marktstart soll noch im gleichen Jahr erfolgen.[2]

Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gründer Christoph Fraundorfer begann 2007, an der Technologie zu arbeiten, die Basis für die Tensor 600X ist.[3] Er ist Luftfahrtingenieur und Absolvent der „Empire Test Pilots‘ School“ in England.[2][4]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fraundorfer Aeronautics AG ist ein bayerisches Technologie- und Luftfahrtunternehmen. Es hat durch den Einsatz modernster Simulationsmethoden eine neue Rotortechnologie entwickelt und patentiert, mit der Gyrocopter zu einer leistungsstarken, effizienten und umweltfreundlichen Alternative zu Flugzeugen und Hubschraubern werden.[5] Das Unternehmen hat die Vision, auch in Bereichen zu fliegen, in denen es bisher nicht möglich war. Auf Basis seiner Technologie bringt Fraundorfer Aeronautics im Jahr 2020 mit der „Tensor 600X“ selbst ein Luftfahrzeug für Personal Air Mobility zur Alltagsnutzung auf den Markt.[2]

Technologie-Demonstrator[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tensor 600X ist ein völlig neu entwickelter Kombinations-Tragschrauber. Die zweisitzige Maschine hat eine Reichweite von bis zu 600 Kilometern und erreicht eine maximale Reisegeschwindigkeit von 200 km/h.[2]

Erstflug[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstflug des Technology Demonstrator Tensor 600X

Am 24. Januar 2020 hat die Tensor 600X nach siebenjähriger Entwicklungszeit ihren offiziellen Erstflug absolviert. Während des einstündigen Flugs wurden Geschwindigkeiten von bis zu 130 km/h und Flughöhen von 500 Metern erreicht. Es wurden mehrere Starts und Landungen sowie Tests zur Stabilität und Steuerbarkeit durchgeführt.[2]

Technologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Technologie der Tensor 600X ist die Basis für eine neue, deutlich leistungsfähigere Generation von Luftfahrzeugen. Damit will das Unternehmen eine effiziente und umweltfreundliche Fortbewegung in der Luft etablieren, die unabhängig von Infrastruktur am Boden ist.[6]

Das Unternehmen demonstriert mit dem erfolgreichen Erstflug die Leistungsfähigkeit seiner patentierte Technologie: Sie ermöglicht es senkrecht starten zu können; leise, einfach handhabbar und günstig zu fliegen; sie ist effizient und auf alternative Antriebe ausgelegt und erfüllt bereits heute die Sicherheitsstandards, die Grundlage sind für die notwendigen rechtlichen Zulassungen.[7]

Die Tensor arbeitet mit dem Prinzip der Autorotation. Dabei wird die in der Luft enthaltene Energie zum Antrieb des Rotors genutzt. Zusätzlich erzeugt ein Flügel weiteren Auftrieb und erhöht dadurch die Leistungsfähigkeit und Stabilität.[8] Das Luftfahrzeug ist etwa doppelt so effizient wie ein vergleichbarer Hubschrauber und verfügt über eine Reichweite von 600 Kilometern und eine maximale Reisegeschwindigkeit von 200 km/h.

Das Konzept der Maschine ist vorbereitet für alle Formen der Mobilität der Zukunft. Es ist ausgelegt auf verschiedene Antriebsarten wie den Elektro- und Wasserstoffantrieb. Ebenso ist die Nutzung mit autonomen und senkrecht startenden Systemen technisch möglich.[2]

Auf Basis der Technologie bringt das Unternehmen im Jahr 2020 mit der „Tensor 600X“ selbst ein zweisitziges Luftfahrzeug für Personal Air Mobility auf den Markt. So wird Luftfahrt zu einem schnellen, sicheren, individuellen und alltagstauglichen Fortbewegungsmittel im Premium-Mobilitätsmarkt für mittlere Strecken zwischen 50 und 600 Kilometern.[2]

Einsatzbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einsatzbereiche für die Tensor sind im urbanen Umfeld beispielsweise Zubringerdienste von Flughäfen. Aber auch zwischen Städten sowie in Regionen mit schwacher Infrastruktur bietet die Tensor große Vorteile, so beispielsweise für Rettungsdienste, bei Transportflügen oder im Katastrophenschutz. Denn die Maschine fliegt sehr sicher, auch bei schlechteren Wetterbedingungen, kann mit geringen Kosten betrieben werden und kommt mit wenigen Metern Start- oder Landefläche aus. Ab Mitte des Jahrzehnts soll auf der Plattform der Tensor auch eine größere Variante des Luftfahrzeugs auf den Markt kommen.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Fraundorfer Aeronautics“ stellt Lufttaxi aus dem Donau-Ries vor – Donau-Ries – B4B Schwaben. Abgerufen am 28. Februar 2020.
  2. a b c d e f g Jens Koenen: Das neuartige Fluggerät Tensor kann endlich abheben. 26. Februar 2020, abgerufen am 27. Februar 2020.
  3. Christoph Fraundorfer. Abgerufen am 28. Februar 2020.
  4. Grenzen durchbrechen – wenn Unternehmerträume fliegen lernen. Abgerufen am 28. Februar 2020.
  5. Neuartiges "Flugtaxi" aus Schwaben soll ab 2021 auf den Markt. 25. Mai 2019, abgerufen am 28. Februar 2020.
  6. Doris Vollmann: Weltpremiere des Tensor 600X setzt neue Maßstäbe in der Flugtechnik. Abgerufen am 27. Februar 2020.
  7. Manuel Wenzel: Sicher – auch bei geringer Flughöhe. Abgerufen am 28. Februar 2020.
  8. Neue Rotor-Technologie nach dem Vorbild des Ahornsamens. Abgerufen am 28. Februar 2020 (Schweizer Hochdeutsch).
  9. 2019-08-12T13:17:18+01:00: Fraundorfer prepares clean-sheet gyrocopter for first flight. Abgerufen am 28. Februar 2020 (englisch).