Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik

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Fraunhofer-Institut für
Angewandte Informationstechnik FIT
Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT
Fraunhofer-Campus „Schloss Birlinghoven“
Kategorie: Forschungseinrichtung
Träger: Fraunhofer-Gesellschaft
Rechtsform des Trägers: Eingetragener Verein
Standort der Einrichtung: Sankt Augustin und Aachen
Außenstelle: Projektgruppe Wirtschaftsinformatik, Augsburg und Bayreuth; Fraunhofer-Anwendungszentrum SYMILA, Hamm
Art der Forschung: Angewandte Forschung
Fächer: Ingenieurwissenschaft
Fachgebiete: Informations- und Kooperationssysteme
Grundfinanzierung: 12,5 Mio € externe Erträge im Jahr 2016: Industrie (38 %); nationale Projektförderung (30 %); EU (16 %); sonstige (5 %)
Leitung: Matthias Jarke[1]
Mitarbeiter: ca. 160 (wiss. Personal)
Homepage: www.fit.fraunhofer.de
Schloss-Birlinghoven – Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik, Luftaufnahme (2015)

Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT ist eine Einrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft. Das Institut hat seinen Sitz in Sankt Augustin auf dem Campus Schloss Birlinghoven, seine Aktivitäten sind der angewandten Forschung im Bereich nutzerorientierte Informations- und Kooperationssysteme zuzuordnen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründung geht auf das Jahr 1968 und die ehemalige Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung GmbH (GMD) zurück. Seit der Fusion von GMD und FhG im Juli 2001 ist Fraunhofer FIT ein Institut der Fraunhofer-Gesellschaft.

2011 wurde an der Universität Augsburg die Projektgruppe „Wirtschaftsinformatik“ gegründet, die von Hans Ulrich Buhl geleitet wird.[2]

Forschungsschwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Institut bündelt seine Leistungsangebote für Partner aus Wirtschaft und Verwaltung in fünf Geschäftsfeldern: 

  • Kooperations- und Innovationsmanagement entwickelt Technologien und forschungsbasierte Beratungskonzepte zur Unterstützung der Digitalisierung in Unternehmen. Schwerpunkte sind Kommunikations- und Kooperationslösungen, Aus- und Weiterbildung, intelligente Mobilität, Big Data Technologien zur skalierbaren Analyse von heterogenen Daten sowie innovative Interaktions- und Visualisierungslösungen mit Mixed und Augmented Reality. 
  • Life Science Informatik mit dem Fokus auf Mikrosystemtechnik und integrierte bildverarbeitende / bildgebende Verfahren zur High-Content-Analyse in den Bereichen Diagnostik und Wirkstoffforschung zur Medikamentenentwicklung.
  • Internet der Dinge / Energieeffizienz mit dem Schwerpunkt cyber-physischer Systeme zur intelligenten Überwachung, Optimierung und Steuerung von Systemen und Geräten sowie Lösungen in den Bereichen Smart Factories, Smart Cities und Industrie 4.0.
  • Usability and User Experience Design mit Hauptaugenmerk auf kontextoptimierte Mensch-Maschine-Interaktion, optimale Gebrauchstauglichkeit von Anwendungen oder Geräten, Usability-Qualifizierungsangebote sowie Web Compliance und Barrierefreiheit.
  • Nachhaltiges Finanzmanagement im betrieblichen und volkswirtschaftlichen Bereich, mit Schwerpunkten bei der mikroanalytischen Simulation zur Gesetzesfolgenabschätzung, sowie bei der (Risiko-) Analyse und Effizienzsteigerung von komplexen Geschäftsprozessen, unter anderem durch Werkzeuge zur Entscheidungsunterstützung.

Die Abteilung Mikrosimulationsmodelle (MIKMOD) entwickelt ökonomische Simulationsmodelle und erarbeitet empirische Expertisen, die insbesondere bei politischen Fragestellungen genutzt werden. Die wichtigsten Auftraggeber sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Bundesministerium der Finanzen und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Institut arbeiten rund 160 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Fachrichtungen Informatik, Sozialwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft, Psychologie und Ingenieurwissenschaft, der Anteil an Frauen liegt bei 20 %.

Das Institut wird von Prof. Dr. Matthias Jarke und Prof. Dr. Stefan Decker geleitet, die auch dem Lehrstuhl für Informatik 5 (Informationssysteme) an der RWTH Aachen vorstehen.

Neben seinem Hauptstandort in Sankt Augustin und Aachen sind die Projektgruppe Wirtschaftsinformatik an der Universität Augsburg und Bayreuth (Prof. Buhl) und das Fraunhofer-Anwendungszentrum Symila in Hamm (Prof. Mathis) weitere Nebenstellen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.fit.fraunhofer.de/de/profil/institutsleitung.html
  2. Augsburger Allgemeine: Fünf Millionen für Fraunhofer an der Uni, abgerufen am 26. Januar 2011.

2. Fraunhofer FIT Website, Institutsprofil: http://www.fit.fraunhofer.de/de/profil.html


Koordinaten: 50° 44′ 58″ N, 7° 12′ 13″ O