Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fraunhofer-Institut für
Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI
Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI
Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme
Kategorie: Forschungseinrichtung
Träger: Fraunhofer-Gesellschaft
Rechtsform des Trägers: Eingetragener Verein
Sitz des Trägers: München
Standort der Einrichtung: Dresden
Art der Forschung: Angewandte Forschung
Fachgebiete: Ingenieurwissenschaft Informatik, Verkehrswissenschaft
Grundfinanzierung: Bund (90 %), Länder (10 %)
Leitung: Matthias Klingner[1]
Mitarbeiter: ca. 95 (zuzüglich circa 50 Wissenschaftlichen Hilfskräften)[2]
Homepage: www.ivi.fraunhofer.de

Das Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI, auch Fraunhofer IVI genannt, ist eine Einrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e. V. (FhG). Das Institut hat seinen Sitz in Dresden. Seine Aktivitäten sind der angewandten Forschung und Entwicklung dem Fach Ingenieurwissenschaften auf dem Gebiet der Verkehrswissenschaften zuzuordnen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Institut gehört zu den ältesten regelungstechnischen Forschungseinrichtungen Deutschlands. Im Jahr 1957 gründete Prof. Heinrich Kindler, Lehrstuhlinhaber für Regelungstechnik an der damaligen Technischen Hochschule Dresden, eine Arbeitsstelle für Regelungs- und Steuerungstechnik an der Deutschen Akademie der Wissenschaften, das 1992 in die Fraunhofer-Gesellschaft integriert wurde.

Zunächst wurde das Institut mit „Einrichtung Prozesssteuerung“ (EPS) bezeichnet und war eine Außenstelle des Fraunhofer-Instituts für Informations- und Datenverarbeitung IITB in Karlsruhe.

Mit Beginn des Jahres 1999 wurde IVI als eigenständiges Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme eins der Fraunhofer-Institute, bis 2013 aber noch als Teilinstitut des IITB Karlsruhe geführt.

Mit dem 1. Januar 2014 erhielt das Fraunhofer IVI seine Selbständigkeit.

Forschung und Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit einem weit gefächerten Themenspektrum der Bereiche Verkehrstelematik, Disposition, Logistik sowie Fahrzeug-, Antriebs- und Sensortechnik, aber auch auf den Gebieten Information, Kommunikation, Verkehrsplanung und Verkehrsökologie stellt sich das Fraunhofer IVI den aktuellen Anforderungen der Zeit.

Das Instuitut verfügt über leistungsfähige Laborausstattungen, innovative Versuchsplattformen und -fahrzeuge sowie modernste IT-Strukturen. Seit 2013 zählt auch ein neues Technikum mit Fahrzeughalle und angrenzendem Testoval zur Forschungsinfrastruktur des Instituts.

Besonderen Bekanntheitsgrad erreichte das Institut mit der 30,7 Meter langen AutoTram® Extra Grand, dem elektronischen Ticketing, der mobilen ÖPNV-Navigation SMART-WAY sowie einem System für den grenzüberschreitenden Katastrophenschutz. In jüngster Zeit stand vor allem der schnellladefähige Elektrobus im Fokus der Berichterstattung.

Kooperationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Enge fachliche und personelle Kooperationen mit der Fakultät Verkehrswissenschaften „Friedrich List“ und der Fakultät Elektrotechnik der Technischen Universität Dresden sowie der Fakultät für Maschinenbau, Verfahrens- und Energietechnik der Technischen Universität Bergakademie Freiberg fördern den Wissenstransfer in die industrielle Praxis.

Das Fraunhofer IVI gehört dem Fraunhofer-Verbund IUK-Technologie an und ist Mitglied in den Fraunhofer-Allianzen Verkehr, Energie, Batterien und Big Data. Weiterhin ist es Mitglied im Dresdener Wissenschaftsverbund DRESDEN-concept.[3]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einen Überblick über die Aufgaben zeigt das Organigramm[4] der Abteilungen:

  • Leitung, Verwaltungsleitung, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
    • Intelligente Verkehrssysteme
      • Mobilität und Assistenz
      • Ticketing und Tarife
    • Verkehr, Energie und Umwelt
      • Speicher- und Wandler
      • Mechatronische Systeme
    • Fahrzeug- und Verkehrssystemtechnik
      • Fahrzeug- und Antriebstechnik
      • Verkehrssysteme / Fahrer-Fahrzeug-Interaktion
      • Sensor- und Aktorsysteme
    • Strategie und Optimierung
      • Disposition
      • Geschäftsprozesse
      • Logistik

Ende 2015 waren am Institut ca. 100 Mitarbeiter angestellt, der überwiegende Teil davon sind Wissenschaftler und Techniker. Das Institut beschäftigt zudem ständig Studenten, die dort im Rahmen ihrer Abschlussarbeiten oder einer Wissenschaftliche Hilfskraft-Tätigkeit bei den Projekten mitwirken.

Der Betriebshaushalt des Fraunhofer IVI lag im Geschäftsjahr 2015 bei etwa 10,7 Mio. €.[5]

Das Fraunhofer IVI wird von Prof. Dr.-Ing. Matthias Klingner geleitet.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 51° 1′ 38″ N, 13° 44′ 9,8″ O