Fred Boissonnas

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Fred Boissonnas (* 18. Juni 1858 in Genf; † 17. Oktober 1946 ebenda) war ein Schweizer Fotograf, der besonders durch seine Bilder aus Griechenland berühmt wurde.

Leben[Bearbeiten]

Sein Vater Henri Boissonas war wesentlich daran beteiligt, Genf zu einem frühen Zentrum der Fotografie zu machen. Während sein jüngerer Bruder Edmond-Victor (1862-1890) vor allem von der technischen Seite der Fotografie fasziniert war und mit seinen Platten an der Weltausstellung von Wien 1882 Aufsehen erregte, genoss François-Frédéric (genannt „Fred“) eine stärker auf das Künstlerische ausgerichtete Ausbildung. Nach einigen Publikationen zu Schweizer Themen gewann er 1900 eine Goldmedaille an der Weltausstellung von Paris und wurde danach vermehrt international tätig. Von einer ersten Griechenlandreise (zusammen mit Daniel Baud-Bovy) brachte er einige tausend Bilder mit und veröffentlichte 1910 das Buch La Grèce par monts et par vaux . Weitere Reisen führten ihn 1911, 1912 und 1913 nach Griechenland. In das Jahr 1913 fällt auch seine Erstbesteigung des Olymps, die er zusammen mit Baud-Bovy und dem Griechen Christos Kakalos unternahm. Weitere Reisen führten ihn nach Ägypten und auf den Athos.

Die Bedeutung der Bilder von Boissonnas liegt einerseits in ihrem künstlerischen Rang, der sich vor allem auch im souveränen Umgang mit Licht und Schatten manifestiert. Dazu kommt ihr immenser dokumentarischer Wert: Boissonas interessierte sich nicht nur für Altertümer und unberührte Landschaften, sondern auch für die Bewohner des Landes, die er bei ihrer Arbeit oder als posierende Gruppen aufnahm. Sie sind unschätzbare Dokumente für die Geschichte Griechenlands im frühen 20. Jahrhundert.

Literatur[Bearbeiten]

  • Fred Boissonas ΕΙΚΟΝΕΣ ΤΗΣ ΕΛΛΑΔΟΣ/IMAGES OF GREECE. Rizarios Foundation, Athens 2001,ISBN 960-85302-6-1. (Texte griechisch und deutsch)

Weblinks[Bearbeiten]