Freiherr-von-Fritsch-Kaserne (Breitenburg)

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DeutschlandFlag of Germany (state).svg Freiherr-von-Fritsch-Kaserne
Land Deutschland
Heute Neubaugebiet
Gemeinde Breitenburg
Koordinaten: 53° 54′ N, 9° 30′ OKoordinaten: 53° 53′ 54″ N, 9° 29′ 50″ O
Eröffnet 1956
Eigentümer Privat
Ehemals stationierte Truppenteile
Raketenartilleriebataillon 650

Jägerbataillon 67
Instandsetzungsbataillon 166
Sanitätsregiment 6

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Freiherr-von-Fritsch-Kaserne (Schleswig-Holstein)
Freiherr-von-Fritsch-Kaserne

Lage der Freiherr-von-Fritsch-Kaserne in Schleswig-Holstein

Die Freiherr-von-Fritsch-Kaserne in Breitenburg-Nordoe im Kreis Steinburg bei Itzehoe war eine Kaserne der Bundeswehr von 1956 bis 2008.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab dem Jahre 1889 fand die Liegenschaft als Ausbildungs- und Übungsgelände des Feldartillerieregiments 9 Verwendung. Für den Zeitraum während des 2. Weltkrieges wurde der StOÜbPl (Standortübungsplatz) durch die deutsche Wehrmacht und nach Kriegsende durch die britische und im Anschluss durch die dänische Armee genutzt, bevor nach Einführung der Bundeswehr (1955) diese das Gelände für Übungszwecke nutzte.

Die Kaserne wurde 1956 für die Bundeswehr errichtet und nach General Freiherr von Fritsch benannt, der von 1936 bis 1938 Oberbefehlshaber des Heeres war. Im Laufe der Jahre nutzen verschiedene Truppenteile, teilweise auch ausländische Truppen, die Kaserne und den anschließenden StOÜbPl (Standortübungsplatz).

Bei den stationierten Bundeswehreinheiten handelte es sich bis Mitte der 1970er Jahre um das "Panzergrenadierbataillon 171", das "Raketenartilleriebataillon 650" und das "Ausbildungszentrum 11/4". Hieran anschließend war das "Beobachtungsbataillon 6" bis 1981, das "Jägerbataillon 391", das 1972 nach Putlos verlegte, danach das "Jägerbataillon 67". In der Zeit zwischen 1958 und 1964 waren parallel zu den Bundeswehreinheiten die "294th US Arty Group" und das" 75th US Missile Detachment" stationiert, bevor diese nach Kellinghusen verlegt wurden.

Im Anschluss wurde die Kaserne überwiegend durch Sanitätseinheiten genutzt. 1991 kam das Sanitätsbataillon 6 der 6. Panzergrenadierdivision. 1997 das Sanitätsregiment 6 der 14. Panzergrenadierdivision „Hanse“. 2003 das Lazarettregiment 11 der 14. Panzergrenadierdivision „Hanse“. Weitere Einheiten waren das Instandsetzungsbataillon 6. Kurz vor der Schließung wurden zwischen 2001 und 2003 einige Sanierungen vorgenommen.

Am 25. März 1950 ereignete sich auf dem StOÜbPl ein Unfall, bei dem vier Kinder beim Spielen mit einem englischen Blindgänger (Brisanzgranate) tödlich verunglückten.[1]

Karte von 1893

Der angrenzende Truppenübungsplatz wurde schon 1893 als „Schiesstand“ gekennzeichnet.

Zivile Nutzung nach Schließung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 2009/10 erwarb ein privater Investor das Gelände und plant, dort eine Wohnanlage zu errichten. Der nebengelegene Truppenübungsplatz wurde an die Stiftung Naturschutz verpachtet. Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume in Schleswig-Holstein wies dort im März 2013 das „Naturschutzgebiet Binnendünen Nordoe“ aus.[2][3]

Truppenteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 294th US Arty Group und das 75th US Missile Detachment (1958–1964)
  • Raketenartilleriebataillon 650 (H) (1965–1973)
  • 5./Instandsetzungsbataillon 166 (H)
  • Jägerbataillon 67 (H)
  • Sanitätsregiment 6 (H)
  • Panzer-Grenadier-Bataillon 171 bis 31.03.1970
  • Jäger-Bataillon 391 ab 01.04.1970 bis 1972

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Norddeutsche Rundschau 27. und 28. März 1950
  2. Binnendünen Nordoe
  3. Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Binnendünen Nordoe“ (Memento vom 18. März 2014 im Internet Archive)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Binnendünen Nordoe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien