Friedhöfe an der Bergmannstraße

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Dreifaltigkeitsfriedhof, aus Richtung Bergmannstraße
Dreifaltigkeitsfriedhof, Grab Vollbrecht

Die Friedhöfe an der Bergmannstraße sind vier aneinander angrenzende Friedhöfe im Berliner Ortsteil Kreuzberg, zwischen Südstern und Marheinekeplatz. Dazu gehören

Die Friedhöfe sind durch Mauern, an denen Erbbegräbnisstätten platziert sind, voneinander getrennt. Die Friedhofsmauern wurden nach 1945 mit Durchbrüchen versehen, beispielsweise zwischen Dreifaltigkeits- zum Friedrichswerderschem Kirchhof. Hier dient die Säulenarchitektur des ehemaligen Mausoleums der Familie Urban als vornehmer Durchgang.

Die Veränderung der Bestattungsgewohnheiten ist deutlich sichtbar, viele Grabstellen sind nicht belegt. Waren die Plätze früher den Mitgliedern der jeweiligen Kirchengemeinden vorbehalten, so kann sich aktuell jeder unter Berücksichtigung der Auflagen des Denkmalschutzes dort bestatten lassen. Auch die Zugehörigkeit zur evangelischen Konfession ist heute keine Bedingung mehr.

Mögliche Teilbebauung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegen die Planung des evangelischen Friedhofsverband Berlin Stadtmitte, im Süden an der Jüterboger Straße eine Fläche von rund 3000 m² des Friedhofsgeländes (der Fläche des Wirtschaftshofs des Friedhofs) Wohnungen für insgesamt 160 Einwanderer zu schaffen, richten sich die Proteste einer Bürgerinitiative.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klaus Hammer: Friedhöfe in Berlin – Ein kunst- und kulturgeschichtlicher Führer, S. 86–93. Jaron Verlag, Berlin 2006, ISBN 3-89773-132-0.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Antje Lang-Lendorff: Auf dem Friedhof werden Zimmer frei. In: taz, 25.  Januar 2017, online

Koordinaten: 52° 29′ 13″ N, 13° 24′ 7″ O