Friedrich Haux (Textilfabrikant, 1860)

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Reinhold Haux ist als Stifter auf der Schmuckfassade am Ebinger Rathaus verewigt.
Wasserkraftwerk Veringendorf

Friedrich Haux (* 5. November 1860 in Ebingen; † 10. Februar 1929 in Balingen) war ein deutscher Textilunternehmer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sohn des Ebinger Rotgerbers Johann Martin Haux machte zunächst eine kaufmännische Lehre in der Ebinger Wirk- und Strickwarenfabrik Linder und Schmid. Zu Ausbildungszwecken ging er auch ins Ausland. Geschäftsreisen führten ihn unter anderem nach England, Frankreich und Österreich-Ungarn. Gemeinsam mit seinem Bruder Reinhold (1853–1939), der 1896 wieder ausschied, gründete er 1885 eine Trikotwarenfabrik, die bis 1988 Bestand hatte. Zum Unternehmen gehörte auch ein Kraftwerk in Veringendorf, das die Fabrik versorgte, und in der Folge ein Energieversorgungsunternehmen, das erst 1997 an die Stadtwerke von Albstadt überging.

1886 heiratete er Lydia Kauffmann, mit der er drei Kinder hatte: Fritz Haux (1887–1966), Alfred Haux (1892–1967) und die Tochter Gisela. Er ließ die als Villa Haux bekannten Gebäude in Ebingen, heute ein Stadtteil von Albstadt, errichten. Politisch wurde er seit 1912 für die Fortschrittliche Volkspartei aktiv. Von 1913 bis 1918 gehörte er der württembergischen Kammer der Abgeordneten an.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frank Raberg: Biographisches Handbuch der württembergischen Landtagsabgeordneten 1815–1933. Im Auftrag der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg. Kohlhammer, Stuttgart 2001, ISBN 3-17-016604-2, S. 337.