Fuchslabyrinth

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fuchslabyrinth

3D-Teilansicht

3D-Teilansicht

Lage: bei Schmalfelden, Baden-Württemberg, Deutschland
Höhe: 476 m
Geographische
Lage:
49° 19′ 47″ N, 10° 1′ 40″ OKoordinaten: 49° 19′ 47″ N, 10° 1′ 40″ O
Fuchslabyrinth (Baden-Württemberg)
Fuchslabyrinth
Katasternummer: 6626/3
Geologie: Oberer Muschelkalk
Entdeckung: 1974
Schauhöhle seit: nein
Gesamtlänge: 14 km
Niveaudifferenz: 20 m

Das Fuchslabyrinth gehört mit 14 km Gesamtlänge zu den fünf längsten Höhlen in Deutschland. Die Höhle befindet sich in der Nähe von Schrozberg-Schmalfelden in Baden-Württemberg und wurde 1974 von der Arbeitsgemeinschaft Höhle und Karst Stuttgart[1] in einem Steinbruch entdeckt. Der Name erinnert daran, dass die Höhle damals von Füchsen bewohnt war.

Die Höhle befindet sich in einer Aufwölbung des Oberer Muschelkalk der Hohenloher Ebene.

Das Höhlensystem besteht aus zwei Teilen: Der obere, trockene Teil besteht aus schmalen Nord-Süd Klüften unterschiedlicher Höhe. Diese sind durch sehr niedrige, von West nach Ost verlaufende Röhren oder Schichtfugengänge verbunden. 1988 wurde ein unter diesem Labyrinth liegender Wassergang entdeckt, der sich mehrere Kilometer von Westen nach Osten erstreckt und in beiden Richtungen an bisher nicht durchtauchten Siphonen endet.[2] Hydrologisch ist dieser Wassergang mit der Schandtauberhöhle verbunden.

Veröffentlichungen über dieses Objekt findet man u. a. in den Beiträgen zur Höhlen- und Karstkunde in Südwestdeutschland.[3]

Die Höhle ist nicht öffentlich zugänglich.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ARGE Höhle und Karst Stuttgart. Abgerufen am 7. Mai 2018.
  2. Fuchslabyrinth. ARGE Höhle und Karst Stuttgart e.V., abgerufen am 30. März 2019.
  3. Beiträge zur Höhlen- und Karstkunde in Südwestdeutschland, Heft 50, 51 und 56. ARGE Höhle und Karst Stuttgart e.V., abgerufen am 6. Mai 2020.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lukas Plan, Eva Kaminsky: Einmal etwas ganz anderes: Eine Befahrung des Fuchslabyrinthes und Anmerkungen zu seiner Entstehung Höhlenkundliche Mitteilungen, 76. Jahrgang, Wien 2020, ISSN 2307-003X, S. 58–63.
  • Andreas Hoydem, Markus Pantle, Thomas Rathgeber & Theo Simon: Speläogenese des Fuchslabyrinthes Laichinger Höhlenfreund, 53. Jahrgang, Laichingen 2018, ISSN 0344-6832, S. 15 – 40. Hrsg.: Höhlen- und Heimatverein Laichingen e.V.
  • Michael Ross: Das Fuchslabyrinth – eine kuriose Höhle im Oberen Muschelkalk Südwestdeutschlands. Die Höhle, 67. Jahrgang, Wien 2016, ISSN 0018-3091, S. 97–111.
  • Martin Trappe, Rebecca Engelhardt: Klastische Sedimente aus dem Fuchslabyrinth bei Schmalfelden – Beiträge zur Genese eines komplexen Höhlensystems. Laichinger Höhlenfreund, 50. Jahrgang, Laichingen 2015, ISSN 0344-6832, S. 99–118.
  • Michael Wasmund: Wiederaufnahme der Forschungen im Fuchslabyrinth (Kat.-Nr. 6626/3) in Schmalfelden (Stadt Schrozberg, Landkreis Schwäbisch Hall). Beiträge zur Höhlen- und Karstkunde in Südwestdeutschland, Nr. 51, Stuttgart 2015, ISSN 2509-8993, S. 37–48.
  • Markus Pantle: Entdeckung und Bergung von Keramikfunden im Fuchslabyrinth (Kat.-Nr. 6626/3) in den Jahren 1989 und 1994. Beiträge zur Höhlen- und Karstkunde in Südwestdeutschland, Nr. 50, Stuttgart 2012, ISSN 2509-8993, S. 9–16.
  • Robert Winkler: Das unterirdische Experiment – der Beginn einer langen Tradition. Grabenstettener höhlenkundliche Hefte, Jahresheft 2009, Grabenstetten 2010, S. 132–134.
  • Benjamin Menne: Einige Befunde zur Besiedlung von Sedimenten des Fuchslabyrinths (6626/3A) durch Mikroorganismen der Ordnung Myxobacterales Mitteilungen des Verbandes der deutschen Höhlen- und Karstforscher, Jahrgang 45, München 1999, ISSN 0505-2211, S. 89–91.
  • Ralph Müller, Martin Nething u. a.: Über das Fuchslabyrinth und die benachbarten Spaltenhöhlen bei Schmalfelden (Gemeinde Schrozberg, Landkreis Schwäbisch Hall). Beiträge zur Höhlen- und Karstkunde in Südwestdeutschland, Nr. 37, Stuttgart 1994, ISSN 2509-8993, S. 3–19.