Fungizidresistenz

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Fungizidresistenz bezeichnet die Eigenschaft von Mikroorganismen wie z. B. Pilzen, immun bzw. resistent gegen die Wirkung von Fungiziden zu sein.

Folgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pilze entwickeln zunehmend Fungizid-Resistenzen, was schwer kalkulierbare Folgen für Humanmedizin und Landwirtschaft bzw. die Nahrungsmittelindustrie weltweit zeitigt. Mehltau z. B. ist ein gefürchteter Pflanzenschädling, Candida albicans siedelt auf menschlichem Gewebe, der global verbreitete, atemgängige Schimmelpilz Aspergillus fumigatus kann bei immungeschwächten Menschen tödlich verlaufende Lungenentzündungen verursachen (Sterberate ca. 50 %, →Aspergillose). Dies wird bislang üblicherweise u. a. Fungizid-Azol-basiert bekämpft (→ Fluconazol), was weltweit zunehmend schwieriger wird.

„Pilzinfektionen bei Menschen sind heute für mehr Tote verantwortlich als Malaria oder Brustkrebs. Die Zahlen sind vergleichbar mit denen von Tuberkulose oder HIV. Aber das ist ein kaum wahrgenommenes Problem.“

Gegenstrategien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bereich der Humanmedizin sind derzeit (Mitte 2018) elf neue entsprechende Wirkstoffe in den Phasen eins und zwei klinischer Studien.

In der Landwirtschaft sind neue Ansätze wie z. B. gentechnische Maßnahmen bei der Pflanzenzucht gefragt, weil bislang lediglich zwei Varianten bekannter Fungizide in der Entwicklung sind.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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