GAP (Software)

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GAP
Basisdaten

Entwickler GAP Group
Erscheinungsjahr 1986
Aktuelle Version 4.11.0[1]
(6. März 2020)
Betriebssystem Linux, Microsoft Windows, macOS, Unix, unixoides System
Programmiersprache C
Kategorie Computeralgebrasystem
Lizenz GPL (Freie Software)
deutschsprachig nein
www.gap-system.org

GAP (Akronym aus: Groups, Algorithms and Programming) ist ein freies Computeralgebrasystem. Es soll, ähnlich wie Mathematica, Berechnungen im Bereich der diskreten Algebra ausführen, insbesondere im Gebiet der algorithmischen Gruppentheorie.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

GAP wurde zwischen 1986 und 1997 am Lehrstuhl D für Mathematik an der RWTH Aachen entwickelt. Nach der Emeritierung des verantwortlichen Prof. Joachim Neubüser ging die Zuständigkeit für Entwicklung und Pflege an die Universität Saint Andrews in Schottland über. Im März 2005 wurde die Koordination unter mehreren GAP-Zentren aufgeteilt: die Universität Saint Andrews, die RWTH Aachen, die Technische Universität Braunschweig und die Colorado State University in Fort Collins.[2]

Im Jahr 2008 wurden die Entwickler von GAP, die GAP Group, mit dem „ACM/SIGSAM Richard Dimick Jenks Memorial Prize for Excellence in Software Engineering applied to Computer Algebra“ ausgezeichnet.[3][4] Die Preisverleihung fand im Juli 2008 während des International Symposium on Symbolic and Algebraic Computation 2008 (ISSAC) in Linz statt.

Systemanforderungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Software läuft auf jedem Unix-System, außerdem unter den Betriebssystemen Microsoft Windows und macOS. Es werden mindestens 32 MB Plattenplatz benötigt; die volle Distribution verwendet etwa 300 MB. GAP und sein Quelltext sind unter Copyleft-Bedingungen (GPL) frei verfügbar.

Beispielsitzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

gap> G:=SmallGroup(8,1); # G sei die erste im Katalog enthaltene Gruppe mit 8 Elementen
<pc group of size 8 with 3 generators>
gap> i:=IsomorphismPermGroup(G); # suche einen Isomorphismus i auf eine Permutationsgruppe
<action isomorphism>
gap> Image(i,G); # das Bild von G unter i
Group([ (1,5,3,7,2,6,4,8), (1,3,2,4)(5,7,6,8), (1,2)(3,4)(5,6)(7,8) ])
gap> Elements(Image(i,G)); # alle Elemente des Bildes
[ (), (1,2)(3,4)(5,6)(7,8), (1,3,2,4)(5,7,6,8), (1,4,2,3)(5,8,6,7), 
   (1,5,3,7,2,6,4,8), (1,6,3,8,2,5,4,7), (1,7,4,5,2,8,3,6), (1,8,4,6,2,7,3,5) ]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Release 4.11.0. 6. März 2020 (abgerufen am 7. März 2020).
  2. GAP centres
  3. Liste der Preisträger
  4. Bild der Plakette