Gabrielle Buffet-Picabia

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Gabrielle Buffet-Picabia, geborene Gabrielle Buffet, (* 21. November 1881 in Fontainebleau; † 7. Dezember 1985 in Paris)[1] war eine französische Musikerin, Kunstkritikerin und Schriftstellerin, verbunden mit dem Dadaismus. Sie war die erste Ehefrau des Malers Francis Picabia.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gabrielle Buffet war die Tochter von Alphée Buffet und seiner Frau Laure Hugueteau de Chaillé. Sie studierte Musik an der Schola Cantorum in Paris bei Vincent d’Indy, später in Berlin bei Ferruccio Busoni. Im Januar 1909 heiratete sie den Maler Francis Picabia, und ihr Einfluss inspirierte ihn dazu, seine Malerei wie Musikstücke zu komponieren. In Zürich trafen sie Hans Arp und Tristan Tzara. Im Oktober 1912 waren im Haus ihrer Familie in Étival neben ihrem Mann Guillaume Apollinaire und Marcel Duchamp zu Gast. Apollinaire beendete dort sein Gedicht Zone, das den Gedichtzyklus Alcools einleitet. Duchamp schuf eine Vorstufe zu seinem Werk La Mariée mise à nu par ses célibataires, même. Aufgrund des Treffens entstand das Buch mit Essays über den Kubismus, Les peintres cubistes, von Apollinaire, das von Picabia finanziert wurde.[2]

Die Ehe mit Francis Picabia, der vier Kinder entstammten, wurde 1930 geschieden.[3] Ab 1941, während des Zweiten Weltkriegs, war sie neben Samuel Beckett, Mary Reynolds, Suzanne Picabia und anderen ein Mitglied der Résistance in Paris.[4]

Gabrielle Buffet-Picabia starb mit 104 Jahren in Paris.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Impressionnisme musical. In: La Section d’Or, Nr. 1, 9. Oktober 1912
  • Modern Art and the public. In: Camera Work, Juni 1913
  • Musique d’aujourd'hui. In: Les Soirées de Paris, Nr. 22, März 1914
  • Jean Arp, Essay. In: L’Art abstrait, Presses littéraires de France, 1952
  • Aires abstraites. Pierre Cailler Éditeur, Genf 1957 (Vorwort von Jean Arp)
  • Picabia, l’inventeur. In: L'Œil, Nr. 18, Juni 1956
  • DADA. Dichtungen der Gründer. Dada Gedichte von Andre Breton, Gabrielle Buffet, F. Hardekopf, Emmy Hennings, J. van Hoddis, R. Huelsenbeck, Marcel Janco, W. Kandinsky, Francis Picabia, Walter Serner, Ph. Soupault, Tristan Tzara. Peter Schifferli Verlags AG Die Arche, Zürich 1957
Über Gabrielle Buffet-Picabia
  • Rencontres avec Picabia, Apollinaire, Cravan, Duchamp, Arp, Calder. P. Belfond, Paris 1977, ISBN 2-7144-1113-4.
  • Claire und Anne Berest: Gabriële, Collection: La Bleue. Stock, Paris 2017, ISBN 978-2-234-08032-4

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lebensdaten auf geneall.net, abgerufen am 7. Dezember 2014
  2. Zitiert nach dem Weblink jura-paris-centenary.com
  3. Beverly Calte: Francis Picabia, picabia.com, abgerufen am 7. Dezember 2014
  4. Mary Reynolds (Memento des Originals vom 3. Mai 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.artic.edu, artic.edu, abgerufen am 9. Dezember 2014