Galindo II. Aznárez

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Galindo II. Aznárez († zwischen 922 und 924) war ein Graf von Aragón im späten 9. und frühen 10. Jahrhundert aus dem Haus Galíndez. Er war ein Sohn des Grafen Aznar II. Galíndez und der Oneca, einer Tochter des Königs García Íñiguez von Pamplona.[1]

Mit der Unterstützung seines Schwagers, König Fortún Garcés, gründete Galindo 893 die Abtei San Julián de Labasal.[2] Auch gründete er 920 die Abtei San Martín de Cercito bei Acumuer und baute zu einem unbekannten Zeitpunkt die Burg von Atarés.[3] Im Jahr 922 tätigte der König Sancho I. von Navarra eine Schenkung an die Abtei San Pedro de Siresa unter Erwähnung des amtierenden Grafen Galindo.[4] Galindo II. starb noch zur Regierungszeit des Königs Ordoño II. von León (910–924).[5] Er hatte seine Erbtochter mit dem König García I. von Navarra vermählt, wodurch der Erbgang des Hauses Jiménez in Aragón und dessen Vereinigung mit Navarra eingeleitet wurde.

Galindo II. war zwei Mal verheiratet. Seine erste Frau war Acibella, eine Tochter des Herzogs García II. Sánches von Gascogne.[6] Mit ihr hatte er drei Kinder:

Seine zweite Frau war Sancha Garcés, Tochter eines García Jiménez, der wohl mit dem gleichnamigen König identisch war.[7] Ihre Kinder waren:

Darüber hinaus listet der Codex de Roda noch einige uneheliche Kinder von ihm auf.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Textos navarros del Códice de Roda, hrsg. von José María Lacarra de Miguel, in: Estudios de Edad Media de la Corona de Aragón. Vol. 1 (1945), §22, S. 243.
  2. Cartulario de San Juan de la Peña I, hrsg. von Antonio Ubieto Arteta (1962), Nr. 7, S. 31.
  3. Cartulario de San Juan de la Peña I, hrsg. von Antonio Ubieto Arteta (1962), Nr. 11, S. 41. Historia de la Corona de Aragón: Crónica de San Juan de la Peña: Part aragonesa, hrsg. von T. Ximénez de Embún y Val (1876), §8, S. 23. Laut der Chronik von San Juan de la Peña unterstützte König Fortún Garcés auch die Gründung von San Martín de Cercito, was allerdings nicht zutreffen kann, da er bereits 905 entmachtet worden war.
  4. Cartulario de Siresa, hrsg. von Antonio Ubieto Arteta (1986), Nr. 7. S. 26. Diese Urkunde ist vermutlich erst nach 925 aufgesetzt worden, da sie bereits den Bruder und Nachfolger Sanchos I., Jimeno, mit königlicher Titulatur nennt.
  5. Historia de la Corona de Aragón: Crónica de San Juan de la Peña: Part aragonesa, hrsg. von T. Ximénez de Embún y Val (1876), §9, S. 23.
  6. Textos navarros del Códice de Roda, hrsg. von José María Lacarra de Miguel, in: Estudios de Edad Media de la Corona de Aragón. Vol. 1 (1945), §24, S. 244.
  7. Textos navarros del Códice de Roda, hrsg. von José María Lacarra de Miguel, in: Estudios de Edad Media de la Corona de Aragón. Vol. 1 (1945), §6, S. 232. Im Codex de Roda wird Sancha Garcés irrtümlich als Frau von Aznar I. Galíndez genannt.

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