Garam masala

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Dieser Artikel behandelt die Gewürzmischung „Garam masala“. Für weitere Bedeutungen siehe Garam Masala (Begriffsklärung)
Garam masala
Typische Gewürze für Garam masala – im Uhrzeigersinn von oben links: Kreuzkümmel, Koriander, gemahlene Muskatblüte, schwarzer Pfeffer, Kardamom, Gewürznelken, in der Mitte Zimt und Lorbeerblatt; gemahlene, fertige Mischung

Garam masala ( Anhören?/i) (Hindi: गरम मसाला, garam masālā; auf Deutsch: heißes Gewürz) ist eine Gewürzmischung von meistens gemahlenen Gewürzen zur Zubereitung von Currys und anderen Gerichten in der indischen Küche.

Herstellung und Zusammensetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die traditionellen Mischungen enthalten Gewürze, die nach der ayurvedischen Heilkunde den Körper erhitzen. Dazu zählen, neben anderen, schwarzer Kardamom, Zimt, Gewürznelken, schwarzer Pfeffer und Kreuzkümmel. Nahezu jede Familie hat ein eigenes Rezept, wobei die „modernen“ Mischungen auch Gewürze wie Fenchel oder Grünen Kardamom enthalten, die eher kühlende Wirkung haben.

Die Auswahl der verwendeten Gewürze bestimmt das Aroma des Garam masala. Schärfe wird durch Zugabe von Chili erreicht, auch die Zugabe von Koriandersamen oder Safran ist möglich.

Die unzerkleinerten Zutaten werden üblicherweise zunächst trocken in einer Pfanne geröstet, damit die ätherischen Öle und Geschmacksstoffe freigesetzt werden und nach Abkühlung anschließend im Mörser zerstoßen oder in einer Gewürzmühle gemahlen, sie kann aber auch unzerkleinert mit ganzen Gewürzen verwendet werden. Die Mischung ist gut verschlossen mehrere Monate haltbar.

Aussehen und Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Garam masala hat eine tabakbraune Farbe und wird wegen des starken Aromas vor allem bei Fleischgerichten verwendet. Dabei kann die Würzmischung entweder in heißem Fett angeröstet werden, bevor das Fleisch angebraten wird, meistens wird sie jedoch erst zu Ende des Kochvorgangs hinzugegeben. Viele indische Rezepte verwenden Garam masala eher sparsam und als Komponente, die den Grundgeschmack liefert. Die meisten Gerichte enthalten daher noch weitere Gewürze.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Santha Rama Rau: Die Küche in Indien. Time-Life/dtv, Hamburg 1980
  • Jill Norman: Das Große Buch der Gewürze. AT Verlag Aarau - Stuttgart 1991
  • Indien kulinarisch. Bellavista-Verlag Karl Müller GmbH, Köln 2004

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Garam masala – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien