Gasherbrum Ost

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Gasherbrum Ost
Gasherbrum III (links), Gasherbrum II (Bildmitte) und Gasherbrum Ost (die Kuppe ganz rechts)

Gasherbrum III (links), Gasherbrum II (Bildmitte) und Gasherbrum Ost (die Kuppe ganz rechts)

Höhe 7758 m
Lage Gilgit-Baltistan (Pakistan),
Xinjiang (VR China)
Gebirge Gasherbrum-Gruppe (Karakorum)
Dominanz 1,34 km → Gasherbrum II
Schartenhöhe 170 m ↓ (7588 m)
Koordinaten 35° 45′ 16″ N, 76° 40′ 2″ OKoordinaten: 35° 45′ 16″ N, 76° 40′ 2″ O
Gasherbrum Ost (Karakorum)
Gasherbrum Ost
Erstbesteigung 24. Juni 1983 durch Jerzy Kukuczka und Wojciech Kurtyka im Alpinstil
Normalweg vergletscherte Hochtour
Besonderheiten Nebengipfel des Gasherbrum II

Der Gasherbrum Ost ist ein Gipfel der Gasherbrum-Gruppe im Karakorum auf der Grenze von Pakistan und China.

Anders als andere Gipfel dieser Gruppe (z. B.: Hidden Peak, Gasherbrum II oder Gasherbrum IV) gilt er nicht als eigenständiger Berg, da er die für den Himalaya gesondert festgelegten Kriterien von Schartenhöhe und Dominanz nicht erfüllt. Er zählt als Nebengipfel des Gasherbrum II oder als relativ selbständiger Hauptgipfel[1] und liegt auf dem Südostgrat des Gasherbrum II, zwischen dem Hauptgipfel und dem Gasherbrum La, dem Pass zwischen G II und dem Hidden Peak.

Besteigungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Sommer 1983 erstiegen die beiden Polen Jerzy Kukuczka und Wojciech Kurtyka den Gasherbrum II über den Südostgrat. Zur Akklimatisierung kletterten sie zunächst bis zum bis dahin unbestiegenen Gasherbrum Ost, den sie am 24. Juni erreichten. Nach einem Biwak auf dem Gipfel stiegen sie ins Basislager ab um wenige Tage später den G II zu erklimmen. Auf dem Weg zum Hauptgipfel (1. Juli) überschritten sie den Gasherbrum Ost. Die Besteigung erfolgte im Alpinstil.[2]

Am 7. Juli 2006 wurde der Gasherbrum Ost von einer Schweizer Expedition erstmals von der chinesischen Nordseite aus bestiegen. Den Bergsteigern gelang damit die Erstdurchsteigung der Nordwand des Gasherbrum II. Aufgrund der Lawinengefahr entschieden sich die Bezwinger Ueli Steck, Hans Mitterer und Cedric Hählen, auf den weiteren Ab- und Aufstieg über den Grat zum Hauptgipfel zu verzichten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Homepage der Expeditionsorganisation der Nordwandbesteigung mit illustrierten Expeditionsberichten (v. a. Gasherbrum Nord ab Juni 2006)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Archivlink (Memento des Originals vom 4. April 2005 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.extrem-collect.de
  2. Wojciech Kurtyka: Gasherbrum II and Hidden Peak – New Routes. In: American Alpine Journal 1984, S. 37-42 (AAJO). (PDF; 1,0 MB) Abgerufen am 7. März 2012. – Nach 20 Schlechtwettertagen gelang den beiden außerdem am benachbarten Hidden Peak eine Erstbegehung.