Gefechtsstärke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Der Begriff Gefechtsstärke stammt aus dem Militärwesen. Er beschreibt die Anzahl der Soldaten bzw. Gerätschaften einer militärischen Einheit (Kompanie, Bataillon usw.), die für den Kampf vorgesehenen sind sowie die ihnen unmittelbar zur Unterstützung zugeteilten Kräfte.

Abgrenzung des Begriffes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der Gefechtsstärke gibt es noch folgende Kennzahlen um die Stärke einer Militäreinheit zu beschreiben:[1]

  • Gesamtstärke: Diese umfasst alle Angehörige (bzw. Waffen, Fahrzeuge etc.) einer Einheit also auch Urlauber, Abkommandierte usw.
  • Verpflegungsstärke: Diese umfasst alle Angehörige einer Einheit, die ihr momentan zugeteilt sind (z. B. Vorgeschobene Beobachter, Kranke im Revier usw.)
  • Kampfstärke oder Grabenstärke: Diese umfasst alle Angehörige einer Einheit, die sich gerade im Einsatz befinden.

Anwendungsbeispiel für Stärkebegriffe anhand Schützenkompanie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine deutsche Schützenkompanie bestand im Jahre 1939 aus folgenden Teilen (Zahlenangaben in Klammer: Anzahl Offiziere/Unteroffiziere/Mannschaften):[2]

Die Gesamtstärke einer Schützenkompanie des Jahres 1939 betrug somit 199 (2/25/172) Mann (nach anderen Quellen auch 201 Mann). Die Gefechtsstärke hingegen betrug, wenn man den kompletten Gefechtstross als Unterstützung einrechnet, lediglich 182 Mann (2/22/158). Bei diesen Zahlen handelt es sich um Soll-Angaben entsprechend der damals gültigen Gliederungsvorschrift (Kriegsstärkenachweis).

Im Zweiten Weltkrieg mussten dann die Divisionen der Wehrmacht in wöchentlichen Stärkemeldungen Ist-Werte für Gesamt-, Verpflegungs-, Gefechts- und Grabenstärke dem OKH bekannt geben.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alex Buchner: Das Handbuch der Deutschen Infanterie 1939 – 1940, Podzun-Pallas, Seite 9, ISBN 3-7909-0301-9.
  2. Alex Buchner: Das Handbuch der Deutschen Infanterie 1939 – 1940, Podzun-Pallas, Seiten 17 bis 19, ISBN 3-7909-0301-9.