Gelbkreuz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Gelbkreuzgranaten, auch Gelbkreuzkampfstoff, waren Hautkampfstoff tragende Granaten, die im Ersten Weltkrieg verwendet wurden, um Giftgas über weitere Entfernungen zielsicher zum Einsatz zu bringen. Die Bezeichnung als „Gelbkreuz“ stammt daher, dass die Granaten während des Ersten Weltkrieges mit Kreuzen oder Ringen in gelber Farbe gekennzeichnet wurden.[1]

Für Gelbkreuzgranaten wurde S-Lost und N-Lost, das auch als Senfgas bezeichnet wurde, verwendet. Loste sind in reiner Form bei Raumtemperatur Flüssigkeiten; die Bezeichnung als Gas trifft also nicht im strengen Sinne zu. Lewisit wäre ebenfalls dieser Kategorie hinzuzufügen, wurde aber erst am Ende des Ersten Weltkrieges entdeckt und kam in diesem nicht mehr zum Einsatz.[2]

Zu einem Angriff mit Gelbkreuz kam es erstmals in der Nacht vom 12. Juli 1917 bei einem Angriff der deutschen auf die britischen Truppen bei Ypern. Von diesem Angriff leitet sich auch der Name Yperit (Dichlordiethylsulfid) ab.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Brockhaus ABC Chemie, VEB F. A. Brockhaus Verlag Leipzig 1965, S. 462.
  2. Bristol University – School of Chemistry: Entwicklung eines Lewisit-Gegenmittels.