Granate

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Dieser Artikel erläutert die Granate als Munition. Für eine andere Bedeutung in der Heraldik siehe Granate (Heraldik), für das Silicat-Mineral Granat und Schmucksteine siehe Granatgruppe.

Eine Granate (italienisch granataGranatapfel‘) ist ein mit einem Wirkmittel gefülltes und mit einem Zünder versehenes hohles Geschoss. Im Gegensatz zu einer Wurfwaffe bzw. einem Vollgeschoss wirkt die Granate nicht nur über die kinetische Energie, mit der sie auf dem getroffenen Objekt aufprallt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Ursprünglich war die Granate ein mit Schwarzpulver gefülltes Gefäß, das als Handgranate von Grenadieren geworfen wurde. Aus der Ähnlichkeit zum Granatapfel ergab sich die Bezeichnung. Das Prinzip wurde später als Artilleriegranate von der Artillerie aufgenommen. Im 19. Jahrhundert wurden der Begriff Granate auf kleinere Geschosse eingegrenzt; schwerere Geschosse wurden als Bomben klassifiziert.[1] (Siehe auch Granatkanone und Bombenkanone.)

Granaten können auch mit Granatwaffen der Infanterie (z. B. Gewehraufsatz für Gewehrgranate, Granatwerfer, Reaktive Panzerbüchse) verschossen werden.

Wirkung[Bearbeiten]

Neben der einfachen Sprenggranate gibt es spezielle Anordnungen der Wirkladung, um eine höhere Effektivität gegen bestimmte Ziele zu erreichen. Beim inneren Aufbau kann die Effektivität gegen bestimmte Ziele z. B. durch eine Hohlladung vergrößert werden. Der äußere Aufbau ("Mantel") ist meist aus Stahl und vorfragmentiert, um eine Splitterwirkung zu erzielen.

Die Granate kann je nach Füllung folgende Wirkungen erzielen:

Die Verwendung chemischer und biologischer Waffen ist durch das Völkerrecht (Genfer Protokoll, Biowaffenkonvention, Chemiewaffenkonvention) geächtet, ebenso die Verwendung von Spreng- und Brandgeschossen mit einem Gewicht von weniger als 400 g (Petersburger Erklärung).

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Granate – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Johann Christoph Adelung: „Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart“ [1]