Georg Günther (Politiker)

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Johann Georg Günther (1808–1872)

Johann Georg Günther (* 29. April 1808 in Penig; † 30. Januar 1872 in Westend) war ein deutscher Journalist, Politiker und Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Georg Günther wurde 1808 geboren. In den 1830er Jahren freundete er sich in Leipzig mit Robert Blum an, dessen 1840 erfolgte Heirat mit seiner Schwester Eugenie er förderte.

Er wurde Mitglied in Blums Literatenverein, den er aufgrund von Konflikten mit der Obrigkeit verließ. 1839 wurde er Ehrenmitglied der Alten Leipziger Burschenschaft / Kochei. 1842 wurde er Redakteur der von Blum gegründeten Sächsischen Vaterlandsblätter und arbeitete ebenso an Blums Staatslexikon mit. Nach Ausbruch der Märzrevolution betätigte sich Günther politisch als Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung und Herausgeber der Deutschen Reichstagszeitung in Frankfurt.[1]

Nach einem kurzzeitigen Exil in der Schweiz emigrierte er 1851 nach dem letztendlichen Scheitern der Märzerhebung in die USA, kehrte jedoch 1871 nach Deutschland zurück.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker. Teilband 2: F–H. Winter, Heidelberg 1999, ISBN 3-8253-0809-X, S. 199–200.
  • Peter Reichel: Robert Blum. Ein deutscher Revolutionär 1807–1848. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2007, ISBN 978-3-525-36136-8, S. 22, 30, 36, 45, 69, 105–106, 127, 129.
  • T. Tonndorf: Die sächsischen Abgeordneten der Frankfurter Vor- und Nationalversammlung. Diss. Dresden 1993, S. 178–179.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peter Reichel: Robert Blum. Ein deutscher Revolutionär 1807–1848. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2007, S. 22, 30, 36, 45, 69,105f. 127, 129.