Georgi Traikow

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Georgi Traikow

Georgi Traikow, eigentlich Georgi Traikow Girowski, (bulgarisch Георги Трайков; * 8. April 1898 in Werbeni; † 14. Januar 1975 in Sofia) war ein bulgarischer Politiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Traikow trat 1919 dem Bulgarischen Bauernvolksbund bei. Während des bulgarischen Juniputschs im Jahr 1923 führte er Bauern Gara Gebedsches gegen den Putsch. Er wurde verhaftet, jedoch 1924 wieder freigelassen. Traikow übernahm die Funktion des Sekretärs des Bulgarischen Bauernjugendbundes. Es folgten weitere Verhaftungen. Im Jahr 1943 gehörte er in Warna zu den Gründern der Vaterländischen Front. Von 1945 bis 1947 war er Vorsitzender des Verwaltungsrats des Bauernvolksbundes. Außerdem war er Sekretär des Nationalrats der Vaterländischen Front.

Er übernahm 1946 das Amt des bulgarischen Landwirtschaftsministers, das er bis 1949 innehatte. Von 1949 bis 1964 war er dann erster Stellvertreter des Vorsitzenden des bulgarischen Ministerrats. Zwischen 1964 und 1971 war er Vorsitzender des Präsidiums der Volksversammlung, 1971/1972 Vorsitzender der Volksversammlung. Langjährig, von 1947 bis 1974, war er Sekretär des Bauernvolksbundes.

1972 wurde er erster Stellvertreter des Vorsitzenden des bulgarischen Staatsrates. Das Amt hatte er bis November 1974 inne. 1972 wurde er auch Vorsitzender des Nationalrates der Vaterländischen Front. Im November 1974 wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Traikow wurde mit dem Leninorden, dem Internationalen Lenin-Friedenspreis, als Held der Volksrepublik Bulgarien, als Held der Sozialistischen Arbeit sowie mit dem Orden Georgi Dimitrow ausgezeichnet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Georgi Traikow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien