Geraldine (Neuseeland)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Geraldine
Geraldine (Neuseeland)
Geraldine
Koordinaten 44° 6′ S, 171° 15′ OKoordinaten: 44° 6′ S, 171° 15′ O
Region Canterbury
Distrikt Timaru District
Einwohner 2.301 (2013 [1])

Geraldine ist ein Ort im Timaru District der Region Canterbury auf der Südinsel von Neuseeland.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt rund 140 km südlich von Christchurch und 35 km nördlich von Timaru. Geraldine hat eine dörfliche Atmosphäre mit Wäldern und alten Siedlerhäusern. Der Ort ist Zentrum eines landwirtschaftlich geprägten Gebietes, in dem Milchviehhaltung, Schaf- und Rinderzucht, Hirschzucht, Acker- und Landbau betrieben werden. Von hier wird auch der umliegende Staatswald verwaltet. 2013 zählte der Ort 2301 Einwohner.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet von Geraldine wurden von den Europäern seit den 1840er Jahren besiedelt. 1854 baute Samuel Hewlings die erste Rindenhütte in der heutigen Talbot Street. Er heiratete die Māori Nga Hei. Der Totara-Baum, den er anlässlich der Geburt seiner Tochter pflanzte, steht noch heute. Es wurden Schafweiden angelegt und die Bäume des heimischen Waldes in Sägegruben verarbeitet. Als der Wald gerodet war, wurde auf den Ebenen auch Weizen angebaut.

Der Ort hieß ursprünglich Talbot Forest und wurde 1857 zu Ehren des ersten Superintendenten von Canterbury, dem Iren Edward FitzGerald in FitzGerald umbenannt. Der Name wurde später in Geraldine, FitzGeralds Familienname in Irland geändert.

Geraldine bekam 1884 einen Stadtrat und wurde 1905 ein Borough. Es wurde 1908 in den Wahlbezirk von Ashburton eingemeindet. Damals wurden die Hotels des Ortes geschlossen. Es gab bis 1950 keinen Alkoholausschank, als das Geraldine Licensing Trust Hotel öffnete. Geraldine hat einen Ruf als Ort der Künstler und Handwerker, die ihre Werke in der Stadt oder nahegelegene Ateliers verkaufen.

In der Nähe von Geraldine befindet sich der Peel Forest, ein Steineibenwald, in dem neben einer reichen Vogelwelt auch Reste der frühen europäischen Besiedelung zu finden sind.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • A. W. Reed: The Reed Dictionary of New Zealand Place Names. Reed Books, Auckland 2002, ISBN 0-7900-0761-4 (englisch).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b 2013 Census QuickStats about a place: Geraldine. Statistics New Zealand, abgerufen am 6. August 2016 (englisch).