Gerd Hanebeck

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Gerd Hanebeck (* 3. Januar 1939 in Remscheid) ist ein deutscher Maler, Grafiker und Objektkünstler, der in Wuppertal lebt und arbeitet.

Hanebecks Kunst wird beeinflusst von Sach- und Fachkenntnissen archaischer Kulturen, insbesondere der afrikanischen. Diese Kenntnisse finden Niederschlag in unterschiedlichen Kunstformen: Gemälde, Zeichnungen, Terrakotten, Objekte und Buchkästen.

Hanebeck ist kein traditioneller Maler. Amorphe Figurationen brechen aus seinen Bildern und Objekten heraus. Symbole afrikanischer Kulturen wie Schlangen, Zickzacklinien, Dreieckzeichen werden in Farbflächen gemischt und bilden reliefartige Bildelemente. Schriftzeichen, Chiffren erhalten neue Bildfunktionen, werden aus ihren ursprünglichen Zusammenhängen herausgerissen und in die Gegenwart transportiert.

Holzbretter werden eingeschnürt mit Ledergürteln. Eisenketten, Knochenteile, Haken, Nägel und Stricke fügen sich zu Materialbildern zusammen. Naturfarben wie Sepia, Ocker, braune, blaue und rote Farbnuancen bestimmen seine Bilder und Skulpturen.

Anregungen findet Hanebeck im Werk von Antoni Tàpies und Joseph Beuys.

Insbesondere seine Buchobjekte oder Buchkästen finden Einzug in die Kunstwelt. Verbleit, verschnürt, verschachtelt macht sich der Maler zum Autor, wobei er auf Schrift verzichtet und mit Symbolen und Zeichen von einer „fernen archaischen Kultur“ erzählt.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1960: 3. Rubinstein-Preis, München
  • 1962: Stipendiat des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie
  • 1963/65/67: Reisestipendien der Stadt und der IHK Wuppertal
  • 1966: Studienaufenthalt in Rom
  • 1971: von der Heydt-Preis, Wuppertal, zusammen mit Peter Brötzmann
  • 1972: Karl-Ernst-Osthaus-Preis, Hagen
  • 1973: Einladung zu den 3. Internationalen Malerwochen, Eisenstadt/Österreich

Arbeiten in öffentlichen und privaten Sammlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]