Gerhard Köpernik

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Gerhard Köpernik (* 25. Februar 1944 in Jihlava, Mähren) ist ein deutscher Jurist und Politologe. Seit 2005 ist er Präsident der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft in Berlin.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Studium der Rechtswissenschaft und Politikwissenschaft in Berlin, München und am Dartmouth College, New Hampshire, USA erfolgte 1974 die Promotion zum Dr. jur. über „Die Ausweitung der Rechtsetzungsbefugnisse der Europäischen Gemeinschaften durch den Europäischen Gerichtshof“.

Nach Eintritt in das Bundesministerium für Wirtschaft war Gerhard Köpernik in der Außenwirtschaftsabteilung des Ministeriums tätig. Von 1979 bis 1983 leitete er die Handelsförderungsstelle an der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Bukarest. Nach seiner Rückkehr in das Bundeswirtschaftsministerium arbeitete er in der Industrieabteilung. 1991 übernahm er die Leitung des Referats „Unternehmen der Treuhandanstalt“, beschäftigte sich bis 2000 mit Problemen der ostdeutschen Wirtschaft und danach mit Fragen der Stahlindustrie.

2002 ging er für zwei Jahre als EU-Berater im Rahmen eines Twinning-Projekts für die Kontrolle staatlicher Beihilfen zum Wettbewerbsamt der Tschechischen Republik nach Brünn. Von 2004 bis 2008 war er Leiter des Referats "Umweltschutzpolitik" im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und 2008–2009 EU-Berater bei der Regionalen Umweltagentur Bukarest.

Ehrenamtliche Tätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Seit 2005 Präsident der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft mit Sitz in Berlin[1]
  • Vorstand des Deutsch-Rumänischen Forums in Berlin[2]
  • Kuratorium des Vereins der Rumänen in Berlin und Brandenburg[3]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „Die Ausweitung der Rechtsetzungsbefugnisse der Europäischen Gemeinschaften durch den Europäischen Gerichtshof“ (Dissertation, Ludwig Maximilians-Universität zu München, 1974, 225 Seiten)
  • „Ziele der rumänischen Umweltpolitik“ in Deutsch-Rumänische Hefte Jahrgang XI, Heft 1, Sommer 2008[4]
  • „Zwischenbericht über die Fortschritte Rumäniens bei der Justizreform und der Korruptionsbekämpfung“ in Deutsch-Rumänische Hefte Jahrgang XI, Heft 1, Sommer 2008[5]
  • „Wie ein SS-Mann ein ganzes Dorf adoptierte“ in einestages – Zeitgeschichten auf Spiegel Online[6]
  • „20 Jahre Freiheit in Rumänien. Dr. Gerhard Köpernik im Interview mit Radu Filipescu“ in Deutsch-Rumänische Hefte Jahrgang XII, Heft 2, Winter 2009[7]
  • „Antonescus Legionäre, Hitlers Asylanten“ in Deutsch-Rumänische Hefte Jahrgang XIII, Heft 2, Winter 2010[8]
  • „Faschisten im KZ. Rumäniens Eiserne Garde und das Dritte Reich“, Verlag: Frank & Timme, Reihe Forum: Rumänien, Band 20, Berlin 2014, ISBN 978-3-7329-0089-3
  • „Hitlers rumänische Ehrenhäftlinge“ – Zweiter Weltkrieg auf Spiegel Online[9]
  • „Judenhasser auf dem Bischofssitz“ – Karriere im Kalten Krieg auf Spiegel Online[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. deruge.org, Vorstand DRG
  2. deutsch-rumaenisches-forum.de, Vorstand DRF
  3. vrbb.org (Memento des Originals vom 19. Juli 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vrbb.org, Kuratorium VRBB
  4. deruge.org (PDF; 1,7 MB), Heft 1, 2008
  5. deruge.org (PDF; 1,7 MB), Heft 1, 2008
  6. Gerhard Köpernik: Geschichtliches Unikum – Wie ein SS-Mann ein ganzes Dorf adoptierte. In: einestages. Spiegel Online, 24. Mai 2008, abgerufen am 17. September 2013.
  7. deruge.org (PDF; 3,6 MB), Heft 2, 2009
  8. deruge.org (PDF; 3,5 MB), Heft 2, 2010
  9. spiegel.de, Zweiter Weltkrieg
  10. spiegel.de, Karriere im Kalten Krieg