Geschwister-Scholl-Platz (München)

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Geschwister-Scholl-Platz
Muenchen Kleines Stadtwappen.svg
Platz in München
Geschwister-Scholl-Platz
Brunnen vor dem Hauptgebäude der Universität
Basisdaten
Ort München
Ortsteil Maxvorstadt
Einmündende Straßen Ludwigstraße
Bauwerke Ludwig-Maximilians-Universität
Nutzung
Nutzergruppen Fußverkehr, Radverkehr
Platzgestaltung Schalenbrunnen, Bodendenkmal „Weiße Rose

Der Geschwister-Scholl-Platz ist der Vorplatz der Ludwig-Maximilians-Universität westlich der Ludwigstraße.

Sein östliches Pendant auf der anderen Seite der Ludwigstraße heißt Professor-Huber-Platz.

Gedenken an die Weiße Rose[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Weiße-Rose-Mahnmal auf dem Geschwister-Scholl-Platz erinnert mit verstreuten Flugblättern aus Stein an die Aktionen der Weißen Rose.

Der Platz wurde nach den Geschwistern Hans und Sophie Scholl benannt. Vor dem Haupteingang der Universität liegt das Mahnmal für die „Weiße Rose“. Es zeigt eine steinerne Nachbildung der Flugblätter. Sie liegen nicht zufällig verstreut auf einer Fläche von ca. 15 m Länge, sondern sie bilden thematische Gruppen. Direkt vor dem Haupteingang befindet sich ein Blätterensemble, das den Verurteilten des ersten Prozesses, Hans und Sophie Scholl sowie Christoph Probst, gewidmet ist.

Denkmal für die Geschwister Scholl und Christoph Probst als Teil des Weiße-Rose-Mahnmals

Ein Stück entfernt folgt ein kleiner steinerner Zeitungsausschnitt aus den Münchner Neuesten Nachrichten mit einem Artikel über die Todesurteile. Jenseits der Straße auf dem Platz mit dem Brunnen setzt sich das Mahnmal fort mit einer Dokumenten-Gruppe, die an Alexander Schmorell erinnert, sodann ein Gedenken an Willi Graf mit einem Faksimile seines handschriftlichen Abschiedsbriefs. Der vierte personenbezogene Block erinnert an Hans Leipelt. Das vorletzte Blatt zeigt das Todesurteil, das in drei Teile zerfetzt auf dem Boden liegt. Die Zeitungsnachricht, dass die Todesurteile vollstreckt wurden, bildet den Schlussstein des Mahnmals.

Brunnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf beiden Plätzen befinden sich Springbrunnen. Sie wurden in den Jahren 1842 bis 1844 nach Plänen von Friedrich von Gärtner geschaffen. Da ihre Vorbilder auf dem Petersplatz in Rom stehen, werden sie auch Römische Brunnen genannt. Sie sind im Sockel achteckig, haben jeweils fast 10 Meter Durchmesser und eine 8,20 Meter hohe Brunnensäule. Das hochgeleitete Wasser wird von einer mittleren Schale aufgefangen, um dann wiederum wie ein durchsichtiger Vorhang in das untere Steinbecken zu fallen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otto Josef Bistritzki, Brunnen in München, Callwey, E.A. 1974, Nr. 13, S. 42

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Geschwister-Scholl-Platz (Munich) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Weiße-Rose-Mahnmal (München) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 48° 9′ 2,5″ N, 11° 34′ 50,9″ O