Gewürzluiken

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Gewürzluiken
Malus Gewürzluiken 4476.jpg
Art Kulturapfel (Malus domestica)
Herkunft Nordwürttemberg (Deutschland)
Abstammung

Zufallssämling

Liste von Apfelsorten
Ansicht der Frucht

Der Gewürzluiken ist eine Herbstapfelsorte. Der Baum ist leicht zu erkennen an der Spitzendürre der jungen Triebe (eine Mischung aus Obstbaumkrebs, Triebschorf und Gloeosporium).[1]

Der Ursprung dieser Sorte ist ein Zufallssämling, vermutlich aus Nordwürttemberg. Von dort aus wurde die Sorte seit 1885 in ganz Württemberg verbreitet, so dass sie neben dem Luikenapfel, mit dem sie auch gerne verwechselt wird, zu einer der am häufigsten gepflanzten Sorten in Württemberg wurde.

Die mittelgroßen bis großen Früchte haben eine gelbe Grundfarbe und eine kräftig karminrote bis dunkelrote Deckfarbe, mit teilweise braunroten Streifen. Das Fruchtfleisch ist weiß, sehr saftig und hat einen säuerlichen, leicht würzigen Geschmack. Pflückreif sind die Früchte etwa Mitte/Ende Oktober und sind von November bis März genußreif. Verwendet wird die Frucht als Tafelapfel und auch zur Mostherstellung.

Gewürzluikenbaum, ca. 80 Jahre alt, Standort Backnang (Baden-Württemberg)

Die Sorte sollte nur in wärmeren Lagen gepflanzt werden, da sie anfällig für Holzfröste ist und in kalten Lagen meist nicht ausreifen kann, wodurch die Früchte nicht ausfärben und grasig schmecken.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Walter Hartmann (Hrsg.): Farbatlas Alte Obstsorten. 2. Auflage. Ulmer, Stuttgart 2003, S. 102, ISBN 3-8001-4394-1.
  • Franz Mühl: Alte und neue Apfelsorten, Obst- und Gartenbauverlag, München 2001, ISBN 978-3-87596-093-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gewürzluiken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Silbereisen/Götz/Hartmann': Obstsortenatlas, Ulmer 1996, S. 117 ff.