Gina Manès

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Gina Manès

Gina Manès (bürgerlich Blanche Moulin; * 7. April 1893 in Paris; † 6. September 1989 in Toulouse) war eine französische Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie begann ihre Karriere beim Pariser Varieté. 1918 gab sie ihr Filmdebüt bei Louis Feuillade, spielte danach unter den Regisseuren René Navarre und Jean Epstein und stieg im Laufe der 1920er Jahre zu einem der führenden französischen Leinwandstars auf. Einen Höhepunkt ihrer Popularität erreichte sie 1927 als Joséphine de Beauharnais in Abel Gances Film Napoleon.

Anschließend war sie Titelheldin in Du sollst nicht ehebrechen!, einer Adaption des Romans Thérèse Raquin von Émile Zola, die Jacques Feyder in Berlin drehte. Danach spielte sie einige Zeit in Deutschland. In den 1930er Jahren erhielt sie nur noch selten größere Filmrollen, blieb aber durch ihre exzentrischen öffentlichen Auftritte in den Schlagzeilen. Am 12. November 1942 wurde sie dabei während einer Zirkusnummer mit Tigern schwer verletzt.

Ende der 1940er Jahre ging Manès nach Marokko und betrieb dort eine Schauspielschule. Von dort kehrte sie für Film- und Theaterrollen immer wieder nach Paris zurück. Erst 1972 beendete sie ihre schauspielerische Aktivität.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1923: Die rote Herberge (L'auberge rouge)
  • 1924: Die zweite Kugel (La main qui a tué)
  • 1925: Künstlerblut (Âme d'artiste)
  • 1927: Millionenraub im Riviera-Expreß (Le train sans yeux)
  • 1927: Napoleon (Napoléon)
  • 1928: Du sollst nicht ehebrechen! (Thérèse Raquin)
  • 1928: Die Todesschleife
  • 1928: Mädchenschicksale
  • 1928: Die kleine Sklavin
  • 1928: Sünde (Synd)
  • 1928: Die Heilige und ihr Narr
  • 1929: Schiff in Not S.O.S.
  • 1931: Salto Mortale
  • 1931: Grock
  • 1932: Pax
  • 1936: Mayerling (Mayerling)
  • 1937: Nostalgie / Die Geliebte des Gardeoffiziers
  • 1938: Das Freudenmädchen von Tunis / Das Leben ist kein Roman (La maison du Maltais)
  • 1939: S.O.S. Sahara
  • 1949: Die Tänzerin von Marrakesch (La danseuse de Marrakech)
  • 1954: Verfemte Frauen (Marchandes d'illusions)
  • 1954: Die Affären einer Primadonna (La bella Oter)
  • 1954: Der Graf und die drei Musketiere (Il visconte di Bragelonne)
  • 1955: Das Tagebuch des Mister Thompson (Les carnets du Major Thompson)
  • 1956: Der Modekönig (Le couturier de ces dames)
  • 1956: Das Gesetz der Straße (La loi des rues)
  • 1958: Das Spiel war sein Fluch (Le joueur)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 5: L – N. Rudolf Lettinger – Lloyd Nolan. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 244 f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]