Glücklich ist, wer Dunne kriegt

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Glücklich ist, wer Dunne kriegt (Originaltitel: Lycklig den som Dunne får) ist ein Kinderbuch der schwedischen Schriftstellerin Rose Lagercrantz und der schwedischen Illustratorin Eva Eriksson.

Es ist der sechste Band der Dunne-Reihe. In dem Buch verbringt Dunne die Winterferien bei ihren Großeltern. Die Sehnsucht nach ihrer besten Freundin Ella Frida ist groß. Mit dem Zug reist sie allein in das ferngelegene Norrköping, um Ella Frida zu ihrem Geburtstag zu überraschen. Dabei werden Themen wie Familie, Freundschaft, Liebe und Abenteuer behandelt.

Glücklich ist, wer Dunne kriegt erschien 2018 beim Bonnier Verlag in schwedischer Sprache und im selben Jahr beim Moritz Verlag in deutscher Übersetzung. Es wurde von Angelika Kutsch ins Deutsche übersetzt.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dunne geht in die zweite Klasse und ist sehr glücklich darüber. Den Sitzplatz neben sich hält sie frei, da sie glaubt, dass ihre beste Freundin Ella Frida, die ein Jahr zuvor nach Norrköping gezogen ist, wieder zurückkommen wird. Als alle Kinder im Zeichenunterricht malen, setzt sich der in Dunne verliebte Knubbel neben sie.

Mit dem Beginn der Winterferien wird Dunnes Papa traurig. Um auf andere Gedanken zu kommen, beschließt er allein zu seiner Familie nach Rom zu fahren. Dunne soll die Ferien bei ihren Großeltern verbringen. Den ersten Ferientag bei den Großeltern verbringt Dunne mit Langlauffahren. Dabei kommt ihr die Idee, ihrer besten Freundin Ella Frida das schönste Geschenk zum Geburtstag zu schenken. Sich selbst. Prompt erzählt sie ihrer Großmutter von ihrem Vorhaben, Ella Frida in Norrköping besuchen zu fahren. Nachdem die Großeltern versucht haben eine Lösung zu finden, ob Dunne Ella Frida besuchen fahren darf, haben sie sich dafür entschieden, dass sie allein mit der Bahn nach Norrköping fahren soll. Während die Großmutter alles mit Ella Fridas Mama vereinbart, packt Dunne ihren Koffer und kleine Geschenke für Ella Frida ein.

Die Zugfahrt verläuft ruhig. In Norrköping angekommen, soll sie von einem Empfangskomitee begrüßt werden, das jedoch nicht erscheint. In der Empfangshalle in Norrköping erinnert sich Dunne, dass Wanda die Freundin von Dunnes Papa, in Norrköping wohnt. Da sie sich alleine fühlt, entschließt sie sich diese anzurufen. Wanda bittet ihre Schwester, die Polizistin ist, sich um Dunne zu kümmern. Bis sie den Bahnhof erreicht hat, wird Dunnes Handy von zwei großen Jungen geklaut. Verängstigt vom großen, schwarzen Hund der Jungen, versteckt sie sich unter einer Bank. Dort wird sie zusammengekauert von der Polizistin gefunden. Kurze Zeit später kommt Wanda hinzu. Die Schwestern machen sich große Sorgen, dass Dunne allein in Norrköping ist, ohne abgeholt worden zu sein. Sie beschließen, dass Wanda gemeinsam mit Dunne zurück nach Stockholm fahren soll. Dunne bekommt starke Halsschmerzen. Im Zug erfährt Dunne, dass Wanda und ihr Papa heimlich verlobt waren, sie die Verlobung jedoch gelöst haben. Angekommen in Stockholm fühlt sich Dunne erschöpft und krank. Während Dunnes Großmutter noch mit ihren Bridgdamen zu tun hat, kümmert sich Wanda um die kranke Dunne.

Figuren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptfiguren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dunne

„Die kleine Glückliche“ (S. 11) Dunne geht im letzten Teil der Dunne Reihe in die zweite Klasse. Sie lebt „mit ihrem Papa, der Katze und zwei Meerschweinchen in dem gelben Haus am Hummelweg“ (S. 11). Nachdem ihre Mutter gestorben ist, hat Dunne für einige Zeit bei ihren Großeltern gewohnt, weil ihr Papa zu traurig war, um sich um sie zu kümmern. Was Dunne besonders gern hat, ist ihre Lehrerin in der Schule. Außerdem „Sachkundeunterricht, Zeichnen und leise Lesen. Und ihre Freunde.“ (S. 11). Bis vor einem Jahr saß Dunne in der Klasse immer neben ihrer besten Freundin Ella Frida. Nachdem sie weggezogen ist, hat Dunne ihren Platz frei gehalten, weil sie glaubt, dass Ella Frida zurückkommen wird.

Die Winterferien hat Dunne wieder bei ihren Großeltern verbracht. Richtig gut fand sie das aber nicht, weil sie dachte, dass der Aufenthalt dort langweilig wird.

Dunne besitzt ein Handy, das sie von der Freundin ihres Papas zu Weihnachten bekommen hat. In Norrköping wurde es ihr jedoch von zwei Jungen geklaut. Die Jungen hatten einen Hund dabei, der Dunne großen Schrecken bereitete. Zudem ist sie sehr enttäuscht, dass ihr Vorhaben, Ella Frida zu besuchen, nicht gelungen ist.

Nebenfiguren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freunde von Dunne

Ella Frida

Ella Frida ist die beste Freundin von Dunne. Vor einem Jahr ist sie nach Norrköping gezogen. In der Geschichte „Glücklich ist, wer Dunne kriegt“ kommt Ella Frida nicht in der direkten Rede vor, dennoch geht es größtenteils um Dunnes Idee zu Ella Frida nach Norrköping zu fahren.

Es wird beschrieben, dass Dunne niemals so glücklich ist, „wie wenn sie mit Ella Frida zusammen ist, am liebsten Tag und Nacht“ (S. 43). Außerdem erfährt der Leser eine kleine Anekdote über Ella Frida. Als die beiden Freundinnen zusammen gespielt haben, war Ella Frida so beschäftigt, dass sie nicht einmal die Zeit gehabt hat zur Toilette zu gehen. Ihre Mama musste sie dann sogar dazu zwingen.

Ella Frida hat Anfang der Winterferien Geburtstag. Dazu möchte Dunne sie gern überraschen und zu ihr fahren. Die beiden Freundinnen „schenken einander das Wertvollste“ (S. 70), das sie besitzen. „Etwas, das man von niemand anderem bekommt“ (S. 70).

Knubbel

Knubbel heißt eigentlich Alexander. So wird er aber „nur, wenn es ernst wird“ (S. 167) genannt.

Er fühlt sich in der zweiten Klasse sehr wohl. Das Beste für Knubbel an der Schule war Dunne. „Er war ja so in sie verliebt“ (S. 18). Zu seinen Eigenschaften gehört, dass er sich, egal was passiert, immer wohl fühlt. Eine seiner schönsten Geschichten aus den Weihnachtsferien beinhaltete einen Hundebiss. Schön empfand er daran, dass sein Papa ihm gesagt hat, dass er einen eigenen Hund bekommen wird.

Familie von Dunne

Papa

Dunnes Papa ist in Rom geboren. Seine Mama Lucia und sein Bruder Giuseppe leben noch immer dort. Als er sehr traurig war, weil Dunnes Mama gestorben ist, entschied er sich nach Rom zu fahren, um auf andere Gedanken zu kommen. Auch diesmal ist ihr Papa wieder traurig und entscheidet sich allein zu seiner Familie zu fahren. Nahezu am Ende der Geschichte führt der Papa ein Telefonat mit Dunne. Darin sagt er ihr, dass er enttäuscht von ihr sei, dass sie allein nach Norrköping gereist ist, obwohl sie wusste, dass sie das nicht darf.

Großeltern

Die Großeltern nehmen Dunne in der Zeit, in der ihr Papa verreist ist zu sich auf. Direkt bieten sie ihr Langlaufskier von ihrem Cousin an. Während ihre Großmutter mitten in den Vorbereitungen für ihre Gäste, die Bridgefreundinnen steckt, offenbart ihr Dunne die Idee von ihrer Reise zu Ella Frida. Ihre Großmutter ist direkt begeistert und konnte auch den anfangs skeptischen Großvater überzeugen. Nachdem sie alles organisiert hat, bringt sie Dunne zum Bahnhof.

Weitere

Wanda

Wanda war die Freundin von Dunnes Papa. Es war Wanda, die Dunne mal ein schönes Handy zu Weihnachten geschenkt hat. Als Dunne in Norrköping nicht vom Empfangskomitee abgeholt wird, hat Dunne die in der gleichen Stadt wohnende Wanda angerufen und um Hilfe gebeten. Wanda kam so schnell sie konnte und ist noch am gleichen Tag mit ihr zurück zu den Großeltern gefahren.

Auf der Zugfahrt klärt sie Dunne darüber auf, dass sie sich heimlich mit ihrem Papa verlobt hatte, weil sie dachte, dass Dunne es nicht erlaubt hätte. Wanda hatte das Gefühl, dass Dunne sie nicht besonders mochte, weswegen die Verlobung heimlich war. Jedoch haben sie sich vor einiger Zeit getrennt, wodurch es sowohl Wanda, als auch Dunnes Papa nicht gut ging.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Buch war 2018 auch ein Buchtipp zu Weihnachten für Kinder und Jugendliche des Deutschlandfunks.[3]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Jury des Borromäusvereins lobt das Buch und spricht von einer gelungenen Symbiose zwischen Text und Bild.[1] Der Falter meint, dass das Buch sprachlich einfach schön geschrieben sei und bei dem die Erwachsenen nicht idealisiert werden, sondern ganz normale Menschen mit Ängsten und Sorgen sind.[4] DAs Zentrum Lesen der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz empfiehlt das Buch weil die Autorin und die Zeicherin sich in Kinder einfühlen können und in einer einfachen Sprache und skizzenhaften, ausdrucksstarken schwarzweiss Illustrationen erzählen.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b "Dunne"-Band ausgezeichnet boersenblatt.net
  2. Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2019: Empfehlungsliste veröffentlicht dbk.de
  3. Die Buchtipps zu Weihnachten für Kinder und Jugendliche Deutschlandfunk
  4. Ein Mädchen auf Reisen Falter
  5. Empfehlungen für Kinder- und Jugendliteratur & Ideen für den Unterricht Pädagogische Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz