Glaskinn

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Glaskinn ist ein umgangssprachlicher Begriff aus dem Boxsport. Er bezeichnet geringe Nehmerfähigkeiten eines Kämpfers, der dadurch besonders anfällig für einen Knockout ist.

Besondere Medienpräsenz erlangte der Begriff im Zusammenhang mit zwei K.-o.-Niederlagen Wladimir Klitschkos gegen Corrie Sanders (2. Runde) und Lamon Brewster (5. Runde) in den Jahren 2003 und 2004.[1][2] Diskussionen bezüglich der Frage, ob Klitschko, der nach der Niederlage gegen Brewster keinen einzigen Kampf mehr verlor, unter einem Glaskinn leide, hielten über Jahre an[3][4] und werden bis heute von Gegnern Klitschkos wiederbelebt.[5]

Der Begriff wird in den Medien und in der Alltagssprache auch in Bezug auf Personen angewendet, die zwar verbal gut austeilen, aber wenig einstecken können und schnell beleidigt sind.[6][7][8]

Das Glaskinn ist nicht zu verwechseln mit der Glasknochenkrankheit.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das Glaskinn und der Charmeur, Spiegel vom 16. Juni 2003
  2. Wladimir Klitschko: Glaskinn und Stahlhammer, ringrichter.org
  3. Vom Steelhammer zum Streetfighter, Stern vom 8. Juli 2007
  4. Lewis bemängelt Klitschkos Glaskinn, Focus vom 20. Februar 2008
  5. Klitschko attackiert, Peter provoziert, Eurosport.de vom 10. September 2010
  6. Glaskinn: Zwischen RTL-Chef Helmut Thoma und der auflagenstarken Bild am Sonntag (BamS) gibt es einen erbitterten Kleinkrieg., Spiegel Online
  7. Josef Pröll wundert sich über das „Glaskinn der SPÖ“, diepresse.com vom 11. September 2009
  8. Lattek: Meyer hat ein Glaskinn, Sport1.de