Goldpurpur

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Kolloidale Goldlösung

Goldpurpur (auch Cassius'scher Purpur oder Cassius-Gold) ist ein vor 1673 von Andreas Cassius in Hamburg entwickeltes Farbpigment. Es wird durch Reduktion von Gold(III)-chlorid in wässriger Lösung mit Zinn(II)-chlorid hergestellt. Die entstehende Lösung enthält purpurfarbiges, kolloidal gebundenes Gold auf Zinndioxid als Trägermaterial. Es ist sehr hitzebeständig und erscheint auch in größerer Schichtdicke nicht schwarz. Die Reaktion dient als vergleichsweise empfindlicher Nachweis für Goldsalze durch die Reduktion mit Zinnchlorid, mit einer Nachweisgrenze von 10 ppb.[1]

Goldpurpur wird zur Herstellung von rubinrotem Glas (Goldrubinglas), in der Porzellanmalerei, bei Glasuren und Emaille verwendet. Heute wird Rubinglas weitgehend durch ein preiswerteres selenhaltiges Produkt ersetzt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. J. B. Calvert: Copper, Silver and Gold. Abgerufen am 26. September 2016.