Gottfried Heinrich Gloger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Gottfried Heinrich Gloger (* 1710 in Hannover; † April 1779 in Verdal) war ein deutscher Orgelbauer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er wurde als dritter Sohn des Orgelbauers Johann Heinrich Gloger geboren. Auch seine beiden älteren Brüder Johann Wilhelm Gloger (1702–1760) und Dietrich Christoph Gloger (zwischen 1704 und 1708–1773) erlernten das Orgelbauerhandwerk. Nach der Ausbildung bei seinem Vater arbeitete er bei den Schnitgerschülern Lambert Daniel Kastens und Christian Vater. 1738 zog er nach Norwegen und wurde zunächst Organist in Risør. 1746 erhielt er das königliche Privileg als Orgelbauer in Norwegen. Zu seiner Zeit galt er als der größte norwegische Orgelbauer. Gloger war viermal verheiratet (1745–1763 mit Pernille Nielsdatter Klastrup, 1770–1772 mit Christina Lund, 1773 mit Lucia Rasbech und 1774 bis zu seinem Tode mit Ester Abel Parelius). Seine ersten drei Frauen waren jeweils verstorben.

Werkliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Ort Kirche Bild Manuale Register Bemerkungen
1743 Risør Risør kirke Prospekt erhalten
1747 Kristiansand Kristiansand Domkirke nicht erhalten
1749 Bergen Bergen Domkirke nicht erhalten
1765 Kongsberg Kongsberg kirke Gloger organ Kongsberg.jpg III/P 34 Seine größte Orgel, mit der er sich allerdings auch hoch verschuldete; erhalten
1768 Sem Sem kirke Prospekt erhalten
1771 Mære Mære kirke nicht erhalten
1776 Stiklestad Stiklestad kirke Prospekt erhalten

Dazu kommen noch mindestens zwei Erweiterungsbauten von Orgeln in Bergen (1738 und 1739).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Liselotte Selle: Die Orgelbauerfamilie Gloger (1). In: Acta Organologica. Band 4, 1970, S. 59–118.
  • Stein Johannes Kolnes: Norsk orgelkultur. Det norske samlaget, Oslo 1987.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]