Gottfried II. (Eppstein)
Gottfried II. von Eppstein (* um 1199, † 31. März 1276, ⚰ in der Mainzer Kirche St. Stephan[1]) gilt als der Begründer der jüngeren Linie des Hauses Eppstein. Die Eppsteiner, denen im Spätmittelalter der Aufbau einer der bedeutendsten Adelsherrschaften in Hessen gelang und die bereits um 1200 reich begütert in Spessart, Taunus und Wetterau waren, waren als Herren hochadlig und stellten im 13. Jahrhundert gleich vier Mainzer Erzbischöfe und Kurfürsten.[2]
Gottfried selbst war Herr von Eppstein und zudem zusammen mit seinen Braunsberger Miterben (Bruno II., Dietrich und später Bruno III. von Isenburg-Braunsberg) Besitzer der Grafschaft Wied, konnte aber den eigentlichen Grafentitel des ersten Grafenhauses Wied nicht wieder aufgreifen.[3] Über diese Erbschaft kam Gottfried auch in den Besitz der Burg Wied, die allmählich den Charakter einer Ganerbenburg annahm.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gottfried II. war der Sohn von Gottfried I. von Eppstein und dessen Frau Isalda von Wied.[4][1] Erstmals erwähnt wird er 1223.[5]
Er war verheiratet mit Elisabeth von Isenburg-Grenzau, Tochter von Heinrich II. von Isenburg-Grenzau.[1][6] Folgende Kinder gingen aus dieser Ehe hervor:
- Gottfried III. von Eppstein, der Jüngere[1] (* um 1227; † 1293), ⚭ Mechthild von Isenburg-Wied (*?; † um 1280); morganatische Ehe: Sezele Fleming (*?, †?)
- Gerhard II. von Eppstein (*?; † 25. Februar 1305),[1] Erzbischof und Kurfürst von Mainz von 1289 bis 1305
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Fritz Geisthardt: Eppstein, Herren von. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 4. Duncker & Humblot, Berlin 1959, ISBN 3-428-00185-0, S. 552–553 (deutsche-biographie.de).
- Regina Schäfer: Die Herren von Eppstein – Herrschaftsausübung, Verwaltung und Besitz eines Hochadelsgeschlechts im Spätmittelalter. Hrsg.: Historische Kommission für Nassau. 2000, ISBN 3-930221-08-X.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Datensatz zu Gottfried II. von Eppstein. „Our Royal, Titled, Noble, and Commoner Ancestors & Cousins“.
- Eppstein, Gottfried II. von. Hessische Biografie. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
- Datensatz zu Gottfried II. von Eppstein. Geneanet.org
- Datensatz zu Gottfried II. von Eppstein. Genealogie.Eberhard-web.de
- Datensatz zu Gottfried II. von Eppstein. Gebdas.genealogy.net
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 5 Wilhelm Karl, Prinz zu Isenburg: Europäische Stammtafeln, Vol. XVII, Tafel 24; Our Royal, Titled, Noble, and Commoner Ancestors & Cousins.
- ↑ Regina Schäfer: Die Herren von Eppstein – Herrschaftsausübung, Verwaltung und Besitz eines Hochadelsgeschlechts im Spätmittelalter. 2000, ISBN 3-930221-08-X.
- ↑ Hellmuth Gensicke: Landesgeschichte des Westerwaldes. Wiesbaden, 1958, S. 253.
- ↑ Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln, New Series, Vol. XVII, Tafel 24; Our Royal, Titled, Noble, and Commoner Ancestors & Cousins.
- ↑ „Eppstein, Gottfried III. von“. Hessische Biografie. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
- ↑ Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln, New Series, Vol. XXVII, Tafel 59; Our Royal, Titled, Noble, and Commoner Ancestors & Cousins.
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Gottfried I. | Herr von Eppstein 1223–1272/78 | Gottfried III. |
| Lothar von Wied | Mitbesitzer der Grafschaft Wied (½) (andere ½: 1244–1255 Bruno II. & Dietrich, 1255–1278 Bruno III. von Braunsberg) 1243–1272/78 | Gottfried III. |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gottfried II. |
| ALTERNATIVNAMEN | Gottfried II. von Eppstein |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Adliger |
| GEBURTSDATUM | 13. Jahrhundert |
| STERBEDATUM | zwischen 15. März 1272 und 30. September 1278 |