Gräbelesberg

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Gräbelesberg
Westansicht

Westansicht

Höhe 915 m ü. NHN
Lage Baden-Württemberg, Deutschland
Gebirge Schwäbische Alb
Koordinaten 48° 12′ 38″ N, 8° 55′ 6″ OKoordinaten: 48° 12′ 38″ N, 8° 55′ 6″ O
Gräbelesberg (Baden-Württemberg)
Gräbelesberg
Gestein Weißer Jura

Der Gräbelesberg ist ein 915 m ü. NHN[1] hoher Bergvorsprung im Eyachtal (Schwäbische Alb) beim Albstädter Stadtteil Laufen an der Eyach im Zollernalbkreis in Baden-Württemberg. Die weit ins Tal hineinragende und nach allen Seiten steil abfallende Felsbastion eröffnet einen einzigartigen Ausblick über das Eyachtal ins Albvorland.

Im Bereich der Verbindung zur Hossinger Hochfläche weisen zwei historische Wallanlagen auf eine frühere Besiedlung des Gräbelesberg-Plateaus hin. Fundstücke an der vorderen Wallanlage (Burg Gräbelesberg) konnten auf das frühe 6. Jahrhundert datiert werden. Die hintere Wallanlage stammt aus der Hallstattzeit (ab 800 v. Chr.).

Die Steilkante Rote Wand, ein Felsband an der westlichen oberen Talkante der Verbindung zur südlich angrenzenden Hochfläche, ist als Geotop geschützt. Am Hangfuß bilden sich in Senken der Rutschwälle Feuchtgebiete (Höllwald).

Vegetation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Gräbelesberg gedeihen an verschiedenen Plätzen seltene Pflanzenarten. Auf der südlichen Seite sind es eher mediterrane und auf der nördlichen Seite eher skandinavische Arten. Größere Teile der einstigen Weide bestehen heute aus Waldungen und Trockenrasen.

Am Süd- und Westhang ist der Boden trocken und steinig und bildet die Grundlage für den Trockenrasen. Die steilen Hangteile sind den Sonnenstrahlen besonders stark ausgesetzt, so dass die hier wachsenden Pflanzen besondere Abwehrstrategien entwickeln müssen. Ein Vorkommen von etwa 50 Blüten der Gewöhnlichen Kuhschelle auf dem Triebfels am Wanderweg zum Gräblesberg bei Hossingen wird im örtlichen, schwäbischen Dialekt Hosenglocka genannt. Die Pflanzen schützen sich beispielsweise mit dichtem Haarbewuchs.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  2. Keppler Lehrgehilfe – Fragebogen volkskundliche Überlieferung: Landesamt für württ. Volkskunde, >Meßstetten 1900.