Greta Sykes

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dieser Artikel ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
Greta Friederun Sykes

Greta Friederun Sykes (* 14. Oktober 1944 in Oppenheim) ist eine deutsch-englische Schriftstellerin, Feministin und Kinderpsychologin. Sie lebt in London.

Leben und Schaffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Greta Sykes ist die Tochter des Ingenieurs und Direktors von BP in Essen Johannes Hermann Walter Bergert und der Physiotherapeutin Helene Louise Deppermann. Nach dem Krieg lebte die Familie in Hamburg. Sykes besuchte das Charlotte-Paulsen-Gymnasium in Hamburg-Wandsbek und begann dort 1965 das Studium der Philosophie. Ein Konflikt mit der Mutter und Empörung über die scheinheilige Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in ihrem Umfeld veranlasste sie zur Auswanderung nach England. Aus einer früh geschiedenen Ehe mit John Frank Sykes hat sie zwei Kinder. Sie studierte in London Kunst, Psychologie und Erziehungswissenschaften und war früh engagiert in Komitees, die den Helsinki-Prozess unterstützten und in Großbritannien für eine Ost-West-Annäherung eintraten.

Greta Sykes schreibt Tagebuch und Gedichte, zeichnet und malt. Seit 1989 gehört sie der linksorientierten Vereinigung „London Voices“ an. Sie publiziert Gedichte und Kurzprosa in Anthologien und beteiligt sich an Lesungen dieser Literaturgruppe. Ihre Texte handeln von der mythischen Frauengestalt der Gaia als Inbegriff von Fruchtbarkeit, Kultur und menschengerechter Ordnung. Im feministischen Diskurs sucht sie in antiken Quellen nach Spuren des Matriarchats und analysiert die Gründe für den Verlust der dominierenden Rolle der Frau im Lauf der weiteren Geschichte. Ihre psychologischen Studien behandeln die wachsende Ungleichheit der Geschlechter auch in der Gegenwart. Dagegen sieht sie in der antiken Figur der Andromache den Prototyp einer kraftvollen Frau, die ihr Inneres und ihren äußeren Lebensraum beherrscht und sich so Ansehen und Gehör verschafft.[1]

Von anderen feministischen Strömungen unterscheidet sie sich vor allem durch Bezugnahme auf aktuelle politische Prozesse wie den Ost-West-Konflikt, Nationalismus und imperialistischen Krieg.

2015 erschien ihr erster Roman, zunächst in einer englischen Fassung „Under Charred Skies“. Er zeichnet eine autobiographisch gefärbte Familiengeschichte auf dem Hintergrund der Arbeiterbewegung im Ruhrgebiet während des aufkommenden Nationalsozialismus. Greta Sykes schreibt simultan deutsch und englisch, ihre Texte liegen in beiden Sprachen vor, sind aber jeweils eigenständige Gebilde.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Helen Mercer und Jan Wolf: Deadly Persuasion. Teaching the Cold War. A study of school history textbooks. [London] 1985.
  • mit Edith Beleites: Stadtreisebuch London. VSA-Verlag, Hamburg 1989.
  • Die Gaia-Kollektion. Befreiende Gedichte für den täglichen Gebrauch zum positiven Denken. R.G. Fischer, Frankfurt/Main 2004.
  • The Intimacy of the Universe. London Voices and Workers Writers Federation, London 2006.
  • The Farmers and the Class Conscious Czech Border Guard. United Press, London 2005.
  • Under Charred Skies. Authorhouse Publishing, London 2015. (deutsche Ausgabe: Unter verbranntem Himmel. Frauenschicksale)
  • A Creative Pattern for Peace, Gordon Schaffer`s summary of the Helsinki Final Act. With drawings by Greta Sykes. London 2000.
  • The Shipping News and Other Poems. AuthorHouseUK, London 2015.
  • Unter verbranntem Himmel. Frauenschicksale, verlag am park in der edition ost, Berlin 2016, ISBN 978-3-945187-38-8

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Andromache for psychologists. What we can learn from antiquity. In: Academic Research Journal od Psychology and Counceling, Vol. 2 (1), S. 1–7.