Grießen (Klettgau)

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Grießen
Gemeinde Klettgau
Wappen von Grießen vor der Eingemeindung
Koordinaten: 47° 37′ 39″ N, 8° 24′ 46″ O
Fläche: 12,64 km²
Einwohner: 1906 (Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte: 151 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. August 1971
Postleitzahl: 79771
Vorwahl: 07742
Grießen mit der neugotischen Kirche von Westen aus gesehen
Grießen mit der neugotischen Kirche von Westen aus gesehen

Grießen ist ein Ortsteil der Gemeinde Klettgau im Klettgau im Landkreis Waldshut.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Grießen befand sich einst die Burg Grießen der Herren und Ritter von Grießen. Am 1. August 1971 kam die bis dahin selbständige Gemeinde Grießen im Rahmen der baden-württembergischen Gebietsreform zur Gemeinde Klettgau.[1] Die Kirche gehörte 1275 zum Dekanat Tengen. Am 4. November 1525 wurde ein Bauernaufstand niedergeschlagen, der Täufer Hans Rebmann wurde geblendet.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grießen ist ein alter Marktflecken. Hier wurden seit dem Mittelalter und bis heute Märkte abgehalten. Insgesamt hat Grießen seit jeher das Recht vier Märkte pro Jahr abzuhalten.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hier wird die A 98 einspurig als Ortsumfahrung Oberlauchringen vorläufig ihren Endpunkt finden. Von Tiengen-Ost wird die Strecke vom bisherigen Endpunkt im Eichwald (Gemarkung Lauchringen), wo sie auf die B 314 trifft, bis Geißlingen nur noch einspurig als „Ortsumfahrung Oberlauchringen“ bis zum vorläufigen Endpunkt etwa in Höhe des Haltepunkts Grießen der Hochrheinbahn. Hier wird sie in die B 34 münden, die in Richtung Erzingen zum Zoll in die Schweiz in den Kanton Schaffhausen zur Hauptstrasse 13 führt. Sie ist planfestgestellt und die Brücke über die B 314 bereits fertiggestellt. Der Bau einer Brücke über die Wutach wird folgen. Der Ausbau folgt im Wesentlichen dem Waldrand östlich der Klettgaumulde unterhalb der Küssaburg, nahe der Gemarkungsgrenze zu Schwerzen. → Karte zum voraussichtlichen Streckenverlauf (47° 37′ 52″ N, 8° 20′ 0″ O). Es besteht nur noch ein Planungsrecht für eine Bundesstraße. Ein späterer Ausbau zu einer Autobahn A 98 ist aufgrund der nicht einzuhaltenden Parameter nicht mehr möglich. Somit endet die A 98 bereits im östlichen Kreisgebiet des Landkreises Waldshut-Tiengen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 505.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helmut Vocke (Hrsg.), Chronik des Landkreis Waldshut, 1957
  • Norbert Nothelfer (Hrsg.), Der Kreis Waldshut, 1979
  • Waldemar Lutz und Hansjörg Noe (Hrsg.): Kennzeichen WT Heimatkunde für den Landkreis Waldshut, Reinhard Caspers (Mithrsg.), 1989, ISBN 3-12-258330-5
  • Stadt Tiengen (Hochrhein): Der Klettgau, Franz Schmid (Hrsg.), 1971; (bis heute maßgebliche Monographie, mit Beiträgen von: Ruth Blum, Eugen Fürstos, Richard Gäng, Josef Hirt-Elmer, Josef Isele, Helmut Maurer, Ludwig Mayer, Emil Müller-Ettikon, Heinrich Münz, Helmut Naumann, Alois Nohl, Alfons Peter, Ernst Rüedi, Franz Schmid, Karl Schwarzenberg, Ignatz Stein, Heinz Voellner, Karl Friedrich-Wernet, Hans Jakob Wörner)