Gritzner

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Dieser Artikel befasst sich mit der Maschinenfabrik Gritzner. Für weitere Bedeutungen siehe Gritzner (Begriffsklärung).
Gritzner-Motorrad von 1903 im Motorradmuseum Heiner Beckmann
Gritzner-Fabrik in Durlach (Juli 2010)
Aktie über 300 DM der Gritzner-Kayser AG vom Juli 1952

Die Maschinenfabrik Gritzner war ein deutsches Unternehmen zur Produktion von Nähmaschinen, Fahrrädern und Motorrädern mit Sitz in Durlach.

Gegründet wurde es 1872 von Max Carl Gritzner (1825–1892). Zunächst entwickelte es sich zu einem der größten Nähmaschinenhersteller in Deutschland. 1886 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft mit der Firma Nähmaschinenfabrik vorm. Gritzner & Co. AG umgewandelt. Ab 1887 wurden zusätzlich Fahrräder und ab 1903 Motorräder produziert. Auch Pumpen und Dampfmaschinen waren zeitweise im Produktionsprogramm. Das Unternehmen fusionierte 1931 mit der Pfälzische Nähmaschinen- und Fahrradfabrik vormals Gebrüder Kayser AG in Kaiserslautern zur Gritzner-Kayser AG. 1955 vernichtete ein Brand den größten Teil der Produktionsanlagen in Durlach. 1957 wurde die wiederaufgebaute Fabrik von der G. M. Pfaff AG in Kaiserslautern übernommen. Die Gritzner-Kayser AG übernahm 1958 die Fertigungsanlagen der Motorradwerke Mars für die Modelle „Monza“ und „Milano“, die in vielen Farben ausgeliefert wurden (häufig: blau-weiß und rot-weiß). Es gab sie als Kleinkrafträder („Monza Supersport“, „Monza Supersport-Deluxe“, „Milano sk“, „Monza sk“) und als normale Mopeds. Es wurden Sachs- und ILO-Motoren verbaut. Das Moped „Monza Supersport deluxe“ ist heute bei Sammlern sehr gesucht.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gritzner Motorräder – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien