Großösterreichische Freiheitsbewegung

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Die Großösterreichische Freiheitsbewegung war eine österreichische Widerstandsgruppe während der Zeit des Nationalsozialismus, die dem katholisch-konservativen Widerstand zugerechnet wird.

Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Großösterreichischen Freiheitsbewegung wurde von Jacob Kastelic kurz nach dem „Anschluss“, dem Einmarsch der deutschen Truppen in Österreich 1938, ins Leben gerufen. Der ehemalige hochrangige Funktionär des Ständestaates Kastelic suchte Kontakt zu Gleichgesinnten, aber auch zu ehemaligen politischen Gegnern. Beim Aufbau der Bewegung wurde er maßgeblich vom sozialdemokratischen Journalisten Johann Schwendenwein und dem konservativen Schriftsteller Karl Rössel-Majdan unterstützt.[1]

Die erste Zusammenkunft fand im November 1938 im Café Wunderer an der Hietzinger Brücke statt. Sukzessive wurden Widerstandszellen aufgebaut und eine theoretische Argumentation zurechtgelegt.

Über Johann Blumenthal konnten Verbindungen zum ehemaligen österreichischen Offizierskorps und zu Heimwehrkreisen aufgenommen werden, über Heinrich Hock zu Journalistenkreisen. Blumenthal und Oberstleutnant Rudolf Puchinger stellten auch den Kontakt zu widerständigen Zisterzienserpatres um Pater Gebhard Rath im oberösterreichischen Stift Wilhering her.[1] Im April 1940 gelang es, Verbindung zur Österreichischen Freiheitsbewegung um Karl Lederer aufzunehmen. Beiden Gruppen gehörten insgesamt rund 240 Mitglieder an.

Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ziel der Gruppe war es, eine Donauföderation unter Einschluss von Bayern zu beschreiben. Man wollte einen ständisch-demokratischen Staat unter Beteiligung des Hauses Habsburg. Die Gruppe habe sich auch eine Kabinettsliste im Falle einer erfolgreichen Machtübernahme zurechtgelegt, hieß es bei der Anklage Kastelic’ im Jahre 1943. Darin sei Kastelic als Justizminister vorgesehen. Die Gruppe ging allgemein jedoch eher theoretisch vor, und so sind in der Gruppe kaum gewaltbereite Mitglieder zu finden.

Zerschlagung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gruppe wurde 1940 von Burgschauspieler Otto Hartmann verraten. Durch Leichtsinnigkeit in der Gruppe (man hatte Mitgliedskarten ausgegeben und Beiträge eingehoben) war es ein Leichtes, auch weitere Mitglieder der Widerstandsbewegung festzunehmen.

Mitglieder und Unterstützer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Annalen der kath. österr. Studentenverbindung Rhaetia Innsbruck
  • Farben tragen - Farbe bekennen, 1938 - 1945, Katholische Korporierte in Widerstand und Verfolgung; Österreichischer Verein für Studentengeschichte: Wien 1988; S. 106/07 und S. 133

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Fritz Molden: Die Feuer in der Nacht. Amalthea, Wien / München 1988, ISBN 3-85002-262-5, S. 90 f.