Groß Zicker

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Boddenlandschaft bei Groß Zicker

Groß Zicker ist ein Ortsteil der Gemeinde Mönchgut im Landkreis Vorpommern-Rügen auf der Insel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Er liegt an der Südseite der Zickerschen Berge, auch Zickersche Alpen genannt, wenig östlich des Zickersches Höft.[1] Diese bis etwa 65 Meter hohen, trockenen Hügel sind Teil des Biosphärenreservates Südost-Rügen bzw. des Naturschutzgebietes Mönchgut und werden extensiv mit Schafen bewirtschaftet. Zu Groß Zicker zählt außerdem Groß Zicker Ausbau, auch „Rollmopshausen“ genannt, da sich dort zu Zeiten der DDR eine Fischfabrik befand. Zu DDR-Zeiten wurde in Groß Zicker ein Ferienlager betrieben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname geht vermutlich auf das slawische Wort für Meise, Sikor zurück. Erstmal erwähnt wurde der Ort in der Knýtlinga saga als „Tikarey“[2][3], „Portus Tikarey“[4], „Trikareyjar“ (unsicher)[4] oder „Trikarey“[3]. Gemeint war damit auch der Ort Klein Zicker.[3]

Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Groß Zicker der Gemeinde Gager eingegliedert.

Zum 1. Januar 2018 schloss sich Gager mit Middelhagen und Thiessow zur neuen Gemeinde Mönchgut zusammen. Groß Zicker, bis dahin Ortsteil von Gager, wurde ein Ortsteil der neu gegründeten Gemeinde.[5][6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In Groß Zicker befindet sich das 1720 erbaute Pfarrwitwenhaus, das ein niederdeutsches Hallenhaus mit einem spitz zulaufenden Reetdach ist.
  • Sehenswert ist auch die Dorfkirche Groß Zicker.
  • Im Ort und in der umliegenden Landschaft gibt es verschiedene Naturdenkmäler.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Groß Zicker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 54° 17′ 48″ N, 13° 40′ 59″ O

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mönchgut Granitz, Rad- und Wanderkarte, Dr. Lutz Gebhardt, Ilmenau und Ostseebad Wustrow, 2004, ISBN 3-929993-29-5
  2. Zeitschrift für die historische Theologie, Zweiter Band, Verlag von Joh. Ambn Barth, Leipzig, 1832
  3. a b c Mémoires de la Société royale des antiquaires du Nord, Band 1, Kopenhagen, Seite 105
  4. a b Carl Gustav Fabricius – Urkunden zur Geschichte des Fürstenthum, Rügen, unter den eingebornen Fürsten, Band 1
  5. Ab 2018 neue Gemeinde Mönchgut, Ostseezeitung vom 1. August 2017, abgerufen am 28. August 2017
  6. Gebietsänderung und Namensgenehmigung. Bekanntmachung des Ministeriums für Inneres und Europa vom 8. August 2017 – II 300 - 177-5.13W-2011/022-012 – Amtsblatt für Mecklenburg-Vorpommern Nr. 33 vom 21. August 2017, S. 564