Großsteingräber bei Dambeck (Bütow)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Großsteingräber bei Dambeck (Bütow)
Großsteingräber bei Dambeck (Bütow) (Mecklenburg-Vorpommern)
Red pog.svg
Koordinaten Dambeck 1Koordinaten: 53° 22′ 31,9″ N, 12° 32′ 42,8″ O, Dambeck 2, Dambeck 3
Ort Bütow, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland
Entstehung 3500 bis 2800 v. Chr.
Sprockhoff-Nr. 444

Die Großsteingräber bei Dambeck sind drei megalithische Grabanlagen der jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur bei Dambeck, einem Ortsteil von Bütow im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte (Mecklenburg-Vorpommern). Grab 1 trägt die Sprockhoff-Nummer 444.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grab 1 befindet sich etwa 3 km nordöstlich von Dambeck im Waldstück Glienholz. Die beiden anderen Gräber befinden sich am westlichen Ortsrand und 3,8 km von Grab 1 entfernt in einem Park. Grab 3 befindet sich 30 m nordwestlich von Grab 2. In der näheren Umgebung gibt es mehrere weitere Großsteingräber. 3 km südlich von Grab 1 liegen nah beieinander das Großsteingrab Bollewick, das Großsteingrab Karchow 1 und das Großsteingrab Erlenkamp; etwa 1,7 km südöstlich der Gräber 2 und 3 liegt das Großsteingrab Karchow 2.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grab 1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grab 1 besitzt ein ost-westlich orientiertes rechteckiges Hünenbett mit einer Länge von 26 m und einer Breite von 12 m. Eine steinerne Umfassung ist nicht mehr vorhanden. Am östlichen Ende befindet sich eine quer gestellte Grabkammer, bei der es sich um einen Großdolmen handelt. Die Wandsteine sind fast vollständig vorhanden. An den Langseiten stehen jeweils drei Steine, im Osten in situ, im Süden annähernd in situ. Die Schmalseiten besaßen jeweils zwei Abschlusssteine. Im Norden fehlt ein Stein, der zweite ist verschleppt. Von den südlichen Steinen fungierte der östliche als Wandstein. Der kleinere westliche diente hingegen als Schwellenstein am Eingang der Kammer. Von den Decksteinen ist einer ins Innere der Kammer gestürzt und einer nach Süden verschleppt. Der dritte fehlt. Die Grabkammer hat eine Länge von 3 m und eine Breite zwischen 1 m und 1,4 m. Um die Kammer herum liegen zahlreiche kleine Steinplatten, sie stammen vermutlich vom Zwickelmauerwerk und dem Pflaster. Es ist also davon auszugehen, dass die Kammer ausgeraubt wurde.

Grab 2[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Grab 2 sind noch mindestens neun Steine der Grabkammer erhalten. Der genaue Typ der Kammer ist nicht bestimmbar.

Grab 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grab 3 besitzt eine Grabkammer, bei der es sich um einen Großdolmen handelt. Sie war ursprünglich von einem Rollsteinhügel ummantelt, dessen Reste noch gut zu erkennen sind. Von der Kammer sind mindestens sieben Steine erhalten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans-Jürgen Beier: Die megalithischen, submegalithischen und pseudomegalithischen Bauten sowie die Menhire zwischen Ostsee und Thüringer Wald. Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas 1. Wilkau-Haßlau 1991, S. 34.
  • Friedrich Schlie: Die Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Grossherzogthums Mecklenburg-Schwerin. Band 5. Schwerin 1902, S. 596 (Online).
  • Ewald Schuldt: Die mecklenburgischen Megalithgräber. Untersuchungen zu ihrer Architektur und Funktion. VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1972, S. 137.
  • Ernst Sprockhoff: Die nordische Megalithkultur (= Handbuch der Urgeschichte Deutschlands. Band 3). de Gruyter, Berlin/Leipzig 1938, S. 19.
  • Ernst Sprockhoff: Atlas der Megalithgräber Deutschlands. Teil 2: Mecklenburg – Brandenburg – Pommern. Rudolf-Habelt Verlag, Bonn 1967, S. 48.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]